Das Bad Kreuznacher Jahrmarktsturnier bot wieder einmal eine gute  Gelegenheit für die 1. Herren, um vor Saisonstart das Zusammenspiel im  Team zu testen und zu verbessern. So stand weniger das absolute Ergebnis  im Vordergrund, das mit einem 9. Platz (von 16) im Endklassement gerade  noch akzeptabel ausfiel, als vielmehr die Optimierung von Laufwegen und  Spielzügen. Neu-Drachencoach Lars Wessel verteilte die Zeit auf dem  Parkett in diesem Sinne gleichmäßig, um allen im Team Spielpraxis zu  ermöglichen.

Den Schwelmer Baskets (ProB) konnten die Drachen am frühen  Samstagmorgen zunächst wenig entgegensetzen und mussten einen schnellen  Rückstand verkraften. Positiv stimmte, dass nach einer  Eingewöhnungsphase Tempo und Intensität angenommen wurden und das  Spielergebnis mit 21 Punkten Rückstand zumindest nicht übermäßig  hoch ausfiel.

Der Turn-Klubb zu Hannover (2. Regionalliga) präsentierte sich als  Gegner auf Augenhöhe. Nach wiederum verschlafenem Beginn kämpfte sich  die Nieder-Olmer Mannschaft zurück ins Spiel, konnte aber den Sieg nicht  mehr erreichen und musste sich letztlich mit 5 Punkten Differenz  geschlagen geben.

Die Drachen heben zu Saisonbeginn ab

Die Drachen heben zu Saisonbeginn ab

Nach den zwei Niederlagen erreichten die Selztaler schließlich gegen  die Oberliga-Mannschaft des SFG Bernkastel-Kues als letzten  Gruppengegner einen deutlichen Sieg, ebenso wie in den am Sonntag  folgenden Platzierungsspielen gegen Ensdorf und die Towers  Speyer-Schifferstadt. Dabei wurde vor allem das Fastbreak-Spiel  forciert, wo teilweise sehr gute Ansätze zu erkennen waren, oft aber  noch die Präzision fehlte. „Über das ganze Turnier sind wir bei vielen  Pässen ein zu hohes Risiko eingegangen, auch weil die Winkel für die  Anspiele nicht optimal waren.“ kritisierte Center Bene Grunenberg,  äußerte sich aber zugleich optimistisch: „Im Ligabetrieb wird uns das so  nicht mehr passieren. Bis dahin werden die Laufwege stimmen und im  Zweifel auch mal eher der einfache Pass gewählt werden.“ Insgesamt  zeigte sich, dass nach den Veränderungen auf der Trainerbank und den  Umstellungen im Team noch weiter intensiv an Abstimmung, Automatismen  und Systemen gearbeitet werden muss. Weitere Testspiele in den nächsten  Tagen und Wochen werden dabei helfen.