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Aus den Vereinen

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Polizei-Meldungen

Mutiger Bürger verfolgt brutalen Schläger und hilft der Polizei

Leitartikel, Mainz, Polizei-Meldungen

Freitag, 30. Januar 2015

In Mainz konnte dank eines mutigen Bürgers eine gefährliche Körperverletzung aufgeklärt werden. Am Donnerstag gegen 20:43 Uhr verständigte der Zeuge die Polizei und

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Mainz: Randale bis in die Zelle

Leitartikel, Mainz, Polizei-Meldungen

Donnerstag, 29. Januar 2015

In der Nacht zum Donnerstag kam es vor einer Diskothek in der Holzhofstraße gleich zweimal zu Auseinandersetzungen. Zwei Beamte der Bundespolizei wurden kurz vor 02:30 Uhr

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Politik und Gesellschaft

NPD-Demonstratiönchen in Worms

Leitartikel, Politik & Gesellschaft, Worms

Dienstag, 27. Januar 2015

Am Dienstag führte der NPD Landesverband Rheinland-Pfalz eine Veranstaltung gegen die Einrichtung einer Unterkunft für Asylsuchende in Worms durch. 24 Teilnehmer schlossen

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Rheinhessen historisch

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Gästeführungen als neues Angebot in Monsheim

Leitartikel, Monsheim, Rheinhessen Historisch, Termine, Tourismus

Freitag, 1. Juni 2012

Im Dezember 2011 beschloss der Ortsgemeinderat Monsheim, einen Workshop zu veranstalten, in dem die Grundlagen für historische Ortsführungen erarbeitet werden sollten. Diese Workshops fanden von Januar bis in den April hinein mit insgesamt 9 Interessenten statt und es wurde intensiv gearbeitet. Die Leiterin, Beate Hess, Gästeführerin und

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Fastnacht

Bissiger Narrenspaß in Dexheim

Dexheim, Fastnacht, Leitartikel

Dienstag, 20. Januar 2015

Schon früh im Jahr wandelte sich Dexheims Gemeindehalle in ein vierfarbbuntes Narrenschiff. Nach dem zünftigen Einmarsch mit der Guggemusik-Gruppe „Meenzer Nodequetscher“, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern, übergab Moderator Chris Best die Bühne dem Protokoller. Christian Bachmann las dann auch der weltweiten, regionalen

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Weitere Themen

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Fastnacht – Ist die klassische Saal-Fastnacht überholt und mutiert zur Tanzshow?

Rheinhessen vor Ort

Montag, 30. Januar 2012

Wann schminken sich die Aktiven die Fastnacht ab, wenn das Publikum nur noch Tanzshows will? (Bild: stock.xchng)

Als freier Mitarbeiter der Allgemeinen Zeitung war ich in dieser närrischen Kampagne bereits auf zwei Fastnachtssitzungen. Irgendwie bin ich der Meinung, dass ich Zeuge des Niedergangs der klassischen Saal-Fastnacht werde. Und die AZ berichtete bereits unter der Überschrift „Fastnachtsvereine der Verbandsgemeinden ringen um Helfer und Besucher“ bereits davon, wie schwer es für die Vereine ist, nicht nur den Saal bei einer Sitzung zu füllen, sondern auch Helfer zu bekommen. Aber zurück zu meinen Beobachtungen.

Wortbeiträge interessieren in einer Fastnachtssitzung nicht mehr

Ich habe mich bei beiden Sitzungen, einer in Mommenheim, einer in Oppenheim, jeweils ganz nach hinten gesetzt und nicht vorne bei den Ehrengästen Platz genommen. Denn ich wollte vor allem auch mal sehen, was das Publikum macht. Und in beiden Fällen gleicht sich das Bild. Sobald ein Büttenredner kam und einen Wortbetrag präsentierte, begannen die meisten Leute im Saal mit lebhaften Unterhaltungen und wendeten den Blick von der Bühne ab. Für die Darbietung eines Redners interessiert man sich nicht (mehr)!! Und die Leute unterhalten sich laut, stören damit deutlich und wenigstens der Oppenheim Sitzungspräsident sah sich mehrmals genötigt, das Publikum um Ruhe und Aufmerksamkeit zu bitten.

Publikum ist undiszipliniert und undankbar

Vergeblich! Es wurde weiter geredet, gelärmt und gestört. Das Publikum ist undiszipliniert und auch undankbar dafür, dass sich jemand die Mühe macht, einen Fastnachtsvortrag zu schreiben und dort im Rampenlicht zu präsentieren. Sicher, nicht jeder Vortrag ist ein Meisterstück, manches ist durchwachsen. Und als in Oppenheim zwei ausländerfeindliche Witze von der Bühne erklangen, war für mich die Grenze des Humors deutlich überschritten. Sowas bleibt zum Glück eine Ausnahme. Ich kenne viele Fastnachter und weiß, wie lange an Beiträgen und Auftritten gearbeitet, wie lange geprobt und einstudiert wird. All diese Menschen machen das in ihrer Freizeit, mit viel Liebe und Herzblut und haben dieses schlechte Benehmen des Publikums nicht verdient!

Tanzgruppen werden in einer Fastnachtssitzung bejubelt

Doch ach wie wandelt sich das Bild, wenn eine der vielen Tanzgruppen und Showtanz-Formationen zu hämmernden Bässen und dynamischer Musik in tollen Kostümen auf die Bühne stürmt und eine beeindruckende Show abliefert. Da stellt das Publikum nicht nur die Gespräche ein, die Leute stehen auf den Stühlen, johlen, jubeln applaudieren. Schnell kommt man auf den Gedanken, dass die Leute im Publikum eigentlich nur wegen der Tanznummern kommen, oder vielleicht sogar nur wegen „ihrer“ Tanzgruppe. Denn man sieht sofort, wer im Publikum zum Fanclub von welchem Ballett gehört. Dagegen ist garnichts einzuwenden. Aber auch die Redner und überigen Beiträge haben Liebe, Anerkennung und Beifall verdient!

Verkommt die Saal-Fastnacht zur reinen Tanzshow

Ich habe mich darauf hin in den letzten Tagen mit vielen Fastnachtern und anderen unterhalten, die mit dem Thema zu tun haben. Der Fotograf der AZ meinte am Samstagabend beispielsweise, dass Niveau und Qualität vieler Fastnachtssitzungen sinken. Gerade im Hinterland, wo in den kleinen Gemeinden richtig schöne Dorffastnacht gemacht wurde, sei es heute oft langweilig. Ich habe mich auch mit einem Bekannten unterhalten, der früher mit Leib und Seele Fastnachter war und schon als junger Kerl mit eigenen Vorträgen in der Bütt stand. Er beklagt ebenfalls das sinkende Niveau, wegen dem er selbst nicht mehr aktiv mitmacht. Er meinte: „Es geht nur noch um die Tänze. Das sind die Anhänger von den Balletten, sonst würde keiner mehr im Saal sitzen!“

Was sagen Sie? Sind Fastnachtssitzungen ein Relikt und ohne Chance auf Zukunft?

Jetzt sind Sie gefragt, liebe Leser. Wie ist ihre Meinung? Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Fastnacht als Ganzes und vor allem der klassischen Saal-Fastnacht? Sind Fastnachtssitzungen bald ein überflüssiges Relikt ohne Zukunft? Was muss getan werden, um dem närrischen Patienten wieder Leben einzuhauchen? Oder sollte man nach dem Motto verfahren. Aufhören bevor es ganz den Bach runter geht? Sagen Sie Ihre Meinung, hier mit der Kommentarfunktion oder auch gerne via Facebook oder E-Mail an redaktion@wir-in-rheinhessen.de.

Update Kommentare

Peter Muth, Autor hier auf Wir-in-Rheinhessen und aktiver Fastnachter des Carneval-Vereins Guntersblum kommentiert per E-Mail:

Die Saalfastnacht ist tot? Dem muss ich doch teilweise stark widersprechen! 2 Sitzungen sind nicht repräsentativ für eine solche Behauptung. Die selbstgemachte Dorffastnacht mit Herz gibt es immer noch. Sicher ist es schwierig für kleine Vereine auf dem Land ein interessantes und hochkarätiges Programm zusammen zu stellen. Es ist heute nicht leicht Leute zu finden, die einen guten Vortrag schreiben bzw. halten können. Bei unruhigem Publikum ist man dann schnell entmutigt. Ob das auch am Altersdurchschnitt des Saalpublikums liegt? Bezahlte „Wanderprediger“ bzw. Stars sind kein Rezept für eine gelungene Sitzung, das haben die nur kurzfristigen Erfolge in verschiedenen Gemeinden schon gezeigt. Wenn man in Mainz auf eine Sitzung geht, bekommt fast jeder Redner „standing ovations“ und die Balletts sind nur optischer Schmuck, bzw. Beiwerk. Dafür sieht man dort wenig junge Leute auf der Bühne. Gerade die sind aber wichtig, um die Zukunft der traditionsreichen Fastnachtskultur zu sichern.

Hier den richtigen Weg zu finden ist für die örtlichen Vereine schwierig, aber durchaus lösbar. Den eigenen Nachwuchs fördern, unterstützen und eine Chance geben ist das Konzept was auf längere Frist erfolgreich sein kann. Auch wenn das kritische Publikum von der Dauer-Comedy-Berieselung aus dem TV-Programm übersättigt ist, erkennt es doch einen guten Vortrag und dankt mit Aufmerksamkeit.

Natürlich ist es anstrengend, sich 4-5 Stunden am Stück ein Bühnenprogramm anzusehen, wenn man von daheim gewohnt ist, bei Nichtgefallen einfach wegzuzappen. Im Saal dann aber mit Unruhe und Gequatsche anzufangen, ist eine Respektlosigkeit den Akteuren gegenüber. Wer nur auf eine Sitzung geht um „Party“ zu machen ist dort fehl am Platz. Das kann man auch in einer Kneipe oder Disco.

Den Leuten beizubringen, dass man an einer Sitzung auch Spaß haben kann ohne das Programm zu stören ist die Aufgabe der Veranstalter. Durch verstärkten Einsatz von Saalordnern bis hin zum Platzverweis kann man kleinen Unruheherden Einhalt gebieten. Das restliche Publikum dankt es und kommt nächstes Jahr wieder!

Auf Facebook kommentierte Nutzrin Nic Ole Tur Ner:

Sehr interessanter Artikel und ich kann dem auch voll und ganz zustimmen. Ist ein Vortrag mal nicht sooo interessant, wird gequatscht oder es geht Tischeweise an die Bar. Sehr traurig ist das denn man sollte jedem Respekt zollen, der sich das traut vor allem ganz ALLEINE. Tanzgruppen und Sänger haben den Saal mit der Musik im Griff da kann man quatschen und es fällt nicht auf und vor allem etwas tanzen. Hier müssten sich mal die ganz Jungen angesprochen fühlen und ihre Meinung äußern.Weil man will Jung und Alt erreichen und in der Regel fällt ja immer der Spruch….was warn die Jungen wieder so laut….wobei ich das nicht immer gerechtfertigt finde. Da gibts auch ältere Zeitgenossen, die ihre gute Kinderstube vergessen.

Auf Facebook kommentiert Nutzerin Anita Bircks:

 Man lässt sich zu viel von Sendern und andern Veranstaltern beeinflussen… nach dem Motto; allen wohl und niemand wehe… das hat den Ursprung und Sinn verwässert…

Via E-Mail kam dieser Kommentar von Karsten Theiß. Der Rheinhesse lebt heute im Saarland udn sagt:

Deine Meinung über die Veränderung der Fastnacht konnte ich schon teilen, als ich noch im Rhein-Main-Gebiet war. Die Vereine mit wenig Potential und Aktiven (teils übrigens in den größeren Orten z.B. Nieder-Olm) haben ein reines Show- und Unterhaltungsprogramm gemacht und die mit Potential (z.B. Elsheim) haben noch richtige Saalfastnacht gemacht. Die SAN-Dienste in Elsheim hatte ich z.B. immer gerne gemacht…

Schade, wenn es jetzt noch schlechter und noch kommerzieller wird. Ich fand die politische Fastnacht immer das schöne an der Mainzer Fastnacht, was auch aus meiner Sicht einen Großteil Ihrer Identität ausmacht / ausgemacht hat. Im Gegensatz zu Kölle, wo aus meiner Sicht seit Jahren nur Show und Kommerz ist.

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