Die Rampe auf der hessischen Seite, an die die Fähre andockt, lässt sich nicht mehr tiefer einstellen. (Bild: Andreas Lerg)

Die Rampe auf der hessischen Seite, an die die Fähre andockt, lässt sich nicht mehr tiefer einstellen. (Bild: Andreas Lerg)

Alles Baggern hat nichts genutzt! Am heutigen Freitagmorgen kurz nach sieben Uhr musste die Landskron-Fähre, die Nierstein mit dem hessischen Kornsand verbindet, den Betrieb zunächst einstellen. Auch der Versuch, mit weniger Autos an Deck etwas leichter zu werden und die Überfahrt zu schaffen, scheiterte.

Die Fähre gelangte nicht an den Anleger heran, musste umdrehen und die Autos wieder auf der rheinland-pfälzischen Seite abladen. Alle anderen Autos, die auf die Überfahrt warteten, wendeten und fuhren dann „außen herum“ nach Hessen.

Bagger sollte Wasser an der Anlegestelle vertiefen

Seit Dienstag ist auf der hessischen Seite ein Bagger im Einsatz, um den Kies an der Anlegestelle der Fähre auszubaggern und so das Fahrwasser zu vertiefen. Der Aushub ist unterhalb der Fähre entlang des Ufers aufgeschüttet worden, wodurch beinahe ein neuer Strand entstanden ist. Doch mittlerweile ist das Fahrwasser auch in Richtung Flussmitte zu flach, sodass die Fähre noch nicht einmal in die Nähe ihrer hessischen Anlegerrampe kommt.

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Mittlerweile realisiert der Betreiber der Fähre mit der zweiten, etwas kleineren und wohl auch flacheren Fähre einen Notbetrieb. Doch wenn der Pegel weiter fällt, wird auch das nicht mehr lange möglich sein.

Keine 60 Zentimeter mehr

Der Pegel Worms meldet am Freitagmorgen einen Wasserstand von nur noch 59 Zentimetern, Tendenz fallend. Der durchschnittliche Pegelstand bei „Normalwasser“ der Wormser Mess-Stelle liegt bei einem Mittelwert von 2,13 Metern.

Auch Wasserrettungsdienste haben Probleme

Der extrem niedrige Wasserstand macht aber nicht nur der Fähre und der Berufsschifffahrt zu schaffen. Letztere kann nur noch mit deutlich reduzierter Ladung fahren. Auch die örtlichen Rettungsdienste sehen sich mit Problemen konfrontiert. Die Feuerwehr Nackenheim und die DLRG Nackenheim beispielsweise können ihre Rettungsboote nur noch im Oppenheimer Hafen zu Wasser lassen oder aus dem Wasser holen. Die Rampe in Nackenheim ist „trockern“, was eher früher als später auch für die Rampe im Oppenheimer Hafen gelten wird. Die Bootsrampe draußen am Rhein an der „Natorampe“ ist bereits nicht mehr nutzbar.