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Fluglärm
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Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

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Streit um Südumfliegung geht in die nächste Runde

Fluglärm, Leitartikel, Polizei-Meldungen, Rheinhessen vor Ort

Freitag, 12. Dezember 2014

Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

Im September 2013 hatte der VGH in Kassel die sog. Südumfliegung am Flughafen Frankfurt Main für rechtswidrig erklärt und keine Revision zugelassen. Dagegen hat das BAF Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig eingelegt. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat nun entschieden, dass die Revision aufgrund grundsätzlicher Bedeutung doch zuzulassen ist. Hierbei soll vor Allem die Klärung von Rechtsfragen hinsichtlich der verfahrenstechnischen Genehmigung von Flugrouten im Vordergrund stehen.

Revisionsverfahren schließt sich an

Das Revisionsverfahren vor dem BVerwG schließt sich nun unmittelbar an. Der nächste Schritt ist die Begründung der Revision durch das BAF. Die hierfür vorgesehene Frist beträgt einen Monat. Sie kann jedoch durch das Gericht verlängert werden. Bis zum Abschluss des Revisionsverfahrens wird die Südumfliegung zunächst weiter genutzt.

Es ist damit weiterhin offen, ob die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichts- hofes vom 03.09.2013, wonach die sogenannte Südumfliegung rechtswidrig ist, Bestand haben wird.

Position der Kläger bestätigt

Der Rechtsanwalt, der die gegen die willkürliche Festsetzung der sogenannten Südumfliegung klagenden Gemeinden und Privatkläger vertritt, sieht in der aktuellen Entscheidung die Position der Kläger bestätigt, dass die Flugroutenfestsetzung grundsätzlich vom Gericht überprüft werden kann.

Die Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen sieht sich durch die neuerliche höchstrichterliche Entscheidung in ihrer Beteiligung an der Klage bestätigt und hofft im weiteren Verfahrensverlauf insbesondere auf die in ihrem Sinne erfolgende Klärung der Frage, ob die Festlegung der Flugverfahren rechtswidrig ist und die klagenden Lärmbetroffenen hierdurch in ihren Rechten verletzt werden. Durch das Urteil ist auch die für viele rheinhessische Gemeinden im Raum stehende Drohung der Deutschen Flugsicherung vom Tisch, bei einem Verbot der Südumfliegung zunächst unbefristet die Nachtroute nutzen zu wollen.

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Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

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Deutsche Flugsicherung faktisch vor dem Bankrott – eine Glosse der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Freitag, 28. November 2014

Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

In den letzten Tagen wurde deutschlandweit in den Medien verbreitet, dass die Deutsche Flugsicherung durch den Bund mit 500 Millionen Euro subventioniert werden soll, unter Anderem, um Start- und Landegebühren von Flugzeugen am Flughafen niedrig halten zu können. Das heißt im Klartext, dass hier ein Pleitegeier subventioniert werden soll, damit die Luftfahrt nicht geschwächt wird!

Die Tatsache, dass die Deutsche Flugsicherung in den letzten Jahren ruinöse 705 Millionen Euro Schulden aufgetürmt hat, ist für die Bundesregierung kein Anlass, nachzuforschen, warum dort nicht nach betriebswirtschaftlichen Regeln gearbeitet wird. Wenn im normalen Wettbewerb stehende Firmen mit Verlust arbeiten, werden die Verantwortlichen gefeuert. Nicht so bei den Seilschaften in 100 Prozent bundeseigenen Privatfirmen (ja, so etwas gibt es; ein Schelm, der Böses dabei denkt). Da wird die finanzielle Schieflage schnell mit Personalkosten begründet, obwohl diese zu den wichtigsten Positionen in der Betriebswirtschaft gehören und eigentlich immer im Blick des Managements zu liegen haben. Aber dass man in bundeseigenen Seilschaften von Management nichts versteht, haben ja auch andere Fälle gezeigt, bei denen Parteibuchdirektoren nicht nur Firmen, sondern ganze Banken oder Flughafenprojekte (siehe BER) in den Ruin gefahren haben und es weiterhin unangefochten tun.

Also, Herr Dobrindt, die deutsche Flugsicherung ist pleite und Schuld sind natürlich die gierigen Angestellten und Pensionäre! Zwar hätte man auch vernünftig wirtschaften können, zum Beispiel dafür sorgen, dass die Einnahmen höher liegen als die Ausgaben – wie man es nun mal in der Schule lernt. Aber oh je, dann müsste man ja die Fluggebühren erhöhen, oh, oh, das geht aber nicht, das würde ja den deutschen Luftverkehrsstandort „schwächen“. So was aber auch!

Also rettet man eine (dem Bund gehörende) Privatfirma, die DFS, die eigentlich öffentliche Aufgaben zu verrichten hat, diesen Job aber nicht kann, vor der Pleite, indem man ihr eine halbe Milliarde(!) Euro zur Kapitalerhöhung schenkt – aus Steuermitteln, versteht sich. Nur damit der Jobmotor Flughafen, das Gottesgeschenk Flugwirtschaft und die Einnahmen der Verantwortlichen „nicht geschwächt“ werden.

Medizinische Beweise für die Schädlichkeit des Flugverkehrs werden weder erwähnt noch gar beachtet, ebenso wenig die faktische Enteignung der Grundbesitzer in der Umgebung von Flughäfen. Dass die Region teilweise unbewohnbar gemacht wird, spielt bei den Überlegungen zu dieser Finanzspritze ebenfalls keine Rolle. Stattdessen muss der angeblich so gewinnbringende Jobmotor ein weiteres Mal aus Steuermitteln subventioniert und am Laufen gehalten werden. Damit die Gewinne weiterhin den Nutznießern zufließen können, die Verluste und Schäden aber der Gemeinschaft und den betroffenen Einwohnern aufgebürdet werden. So verfährt man wieder mal nach dem schönen Brauch: Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren. Und die hiervon profitierenden Luftverkehrsfirmen machen großzügige Spenden an die Parteien, die sich ja (wie ärgerlich!) nicht auf direktem Weg aus den Steuermitteln schadlos halten dürfen für ihr segensreiches Wirken.

Minister Dobrindt, der sich schon in der Mautfrage als völlig inkompetent erwiesen hat, darf hier ein weiteres Mal seine Unfähigkeit als Qualifikation verkaufen. Es lebe der Raubtierkapitalismus und seine auf das Wohl des Volkes vereidigten Diener. Und deren Kollegen in den Bundesländern, von denen niemand es wagt, die Heilige Kuh anzutasten, ganz gleich ob sie zur CDU, SPD oder den Grünen gehören.

Eine Glosse der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

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Stellungnahme der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen zum Nationalen Luftverkehrskonzept

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Donnerstag, 16. Januar 2014

Hemmungsloser Ausbau des Luftverkehrs geplant. (Symbolbild: stock:xchng)

Die Luftverkehrswirtschaft legt nun – vielleicht im Lichte der vor uns liegenden närrischen Jahreszeit – ein Konzept zur weiteren hemmungslosen Ausbreitung des Luftverkehrs vor, das sogar einige Bundestagsabgeordnete der CDU aufhorchen lässt. Abgeordnete einer Partei also, die sich bislang im Schulterschluss mit der FDP – vorbei an den Interessen der Bevölkerung – einem grenzenlosen Wirtschaftswachstum verschrieben hat, koste es was es wolle.

Zweifelhaftes Vorbild für Luftverkehrskonzept

Als Vorbild ihres Vorstoßes nehmen die Vertreter der Luftverkehrswirtschaft den Ausbau der Flughäfen in den Golfstaaten sowie in der Türkei, wo Menschen- und Bürgerrechte nicht nur mit den Füßen getreten werden, sondern all das uneingeschränkt umgesetzt wird, was den Herrschenden in den Sinn kommt. Entsprechend dieser Beispiele will man nun auch in Deutschland keinerlei politische und rechtliche Rücksichten mehr nehmen auf die Bedürfnisse der Bürger nach Gesundheit und Lebensqualität. Weg also von „unfairen Wettbewerbsbedingungen“ (Originaltext) wie Nachtflugverboten und sonstigen Einschränkungen zum mühsam erkämpften (Minimal-)Schutz der Bürger/-innen, hin zu einer Fortsetzung des ungebremsten Ausbauwahns, der sich ausschließlich am Profit der Unternehmen orientiert. So scheut die Lufthansa auch nicht davor zurück zeitgleich mitzuteilen, im Rahmen des Score-Programms 1.000 Arbeitsplätze am Flughafen Frankfurt streichen zu wollen.

Bevorzugung des Luftverkehrs

Nachdem es der Luftverkehrswirtschaft bis heute gelungen ist, die Einführung einer Kerosinsteuer zu verhindern und damit eine ungerechtfertigte Bevorzugung zu anderen Verkehrsträgern aufrechtzuerhalten, fordert sie nunmehr noch die Abschaffung der Luftverkehrssteuer!

Die Forderungen der Luftverkehrswirtschaft lassen bei den lärmgeplagten Bürgern die Alarmglocken schrillen, weil die Luftverkehrslobby unter tatkräftiger Steigbügelhilfe der Politik wieder dabei ist, mit zweifelhaften Argumenten ihre wirtschaftlichen Interessen gegen den Gesundheitsschutz Hunderttausender unter Fluglärm leidender Bürger durchzusetzen.

Nachfolgende Themen zur Entwicklung eines Verkehrskonzepts in Deutschland sind stattdessen zu diskutieren:

1. Verkehrsträgerübergreifende Bundesverkehrsplanung:

Es ist allerhöchste Zeit für eine leistungsfähige, zuverlässige und integrierte Verkehrsinfrastruktur in Deutschland. Das unabgestimmte, ineffiziente und zudem Steuergelder verschleudernde Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsträger muss beendet werden.

2. Verlagerung von Luftverkehr auf die Schiene:

Bei innerdeutschen point-to-point-Flügen, also Verbindungen, die nicht als Zubringer für internationale Strecken dienen, muss deren vollständige Verlagerung auf die Bahn priorisiert werden mit dem Ziel, Umwelt und Bevölkerung von Emissionen und Fluglärm nachhaltig zu entlasten.

3. Marktbereinigung – 
Flughäfen:

Insbesondere Regionalflughäfen, die innerhalb von 5 Jahren seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs kein positives Betriebsergebnis ausweisen und daher weiterhin mit Steuermitteln subventioniert werden, muss nach einem rechtstaatlich geregelten Verfahren die Betriebserlaubnis entzogen werden können.

4. Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen bei den Flughafenbetreibern:

Flughäfen sind nicht nur Magnete mit dem positiven Effekt hoher Beschäftigung in der Region. (Siehe reale Arbeitsplatzvernichtung und –rückführung am Flughafen Frankfurt). Ihr wirtschaftliches Handeln ist auch verbunden mit negativen externen Effekten: Belastung der Bevölkerung mit Lärm- und Schadstoffemissionen, Entwertung der Naherholungsgebiete, zusätzliche Belastung der Sozialsysteme durch fluglärmbedingte Erkrankungen, Wertschöpfungsverluste durch fluglärmbedingte Produktivitätsminderung bei Arbeitnehmern etc.

5. Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen bei den Luftverkehrsgesellschaften:

Hier sollte die Forderung nach Wegfall aller Subventionstatbestände vorbehaltlos umgesetzt werden, damit auch die Luftverkehrsgesellschaften ungehindert dem Markt und dem vollen Wettbewerb ausgesetzt werden.

6. Lärmschutzgesetz:

Schaffung eines bundeseinheitlichen Lärmschutzgesetzes, in dem Verkehrslärm, Industrielärm, Nachbarschaftslärm etc. zusammengefasst werden. Die privilegierenden Regelungen im Fluglärmschutzgesetz müssen endlich abgeschafft werden (Rasenmäherlärm ist gleich anderem Lärm, wie z. B. Fluglärm, zu behandeln).

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Sonderopfer Fluglärm

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Aktion „Sonderopfer“ gegen Fluglärm

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Donnerstag, 21. November 2013

Sonderopfer Fluglärm kritisiert von Lobbyisten gemachte Gesetze.

Mit einer breit angelegten Aktion appellieren zahlreiche Initiativen gegen Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet an die verantwortlichen Politiker, endlich wirksame Maßnahmen gegen den Lärm zu ergreifen, dessen gesundheitsschädliche Wirkung längst entschieden ist.

Flughafen-Lobby geprägte Fehlentscheidungen

Die Abgeordneten werden angeschrieben, verbunden mit dem Appell, am Wohl der Menschen ausgerichtete Entscheidungen zu treffen und durch von der Flughafen-Lobby geprägte Fehlentscheidungen rückgängig zu machen. Den Inhalt der Karte finden Sie auf www.flughafen-ausbau-verhindern.info

Manipulierte Gutachten beeinflussen Entscheidungen

Das Augenmerk wird bei dieser Aktion darauf gerichtet, dass die maßgeblichen politischen Entscheidungen auf manipulierten und teilweise falschen Gutachten beruhen, die Fraport in die Verfahren eingebracht hat. Diese Fehlentscheidungen zu korrigieren, muss sich eine neue hessische Landesregierung zur Aufgabe machen. Entgegen anderslautenden Auffassungen ist das juristisch möglich.

Politischer Wille etwas gegen Fluglärm zu tun fehlt

Es fehlt bisher allein an dem politischen Willen, sich dem längst widerlegten Arbeitsplatzargument entgegen zu stellen. Dazu gehören auch ein Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr sowie eine Deckelung der Flugbewegungen deutlich unterhalb des heutigen Niveaus.

Weichen für eine neue Luftverkehrspolitik stellen

Die neu zu bildenden Regierungen in Wiesbaden und Berlin haben jetzt die Möglichkeit, bei ihren Koalitionsverhandlungen die Weichen für eine neue Luftverkehrspolitik zu stellen. Die Menschen rings um Deutschlands Flughäfen wollen nicht weiter „Sonderopfer“ einer auf grenzenloses Wachstum ausgerichteten Politik sein. Wir müssen uns jetzt Gehör verschaffen, ehe über die Köpfe der leidtragenden Bürger hinweg, Vereinbarungen getroffen werden, die die Interessen der Luftfahrtindustrie über den Gesundheitsschutz der Bevölkerung stellen.

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Spundekäsblatt Video erklärt: Was fliegt denn da?

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Was fliegt denn da? Spundekäsblatt erklärt das Urteil zur Südumfliegung

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Donnerstag, 12. September 2013

Spundekäsblatt Video erklärt: Was fliegt denn da?

Das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Kassel zur umstrittenen Südumfliegung des Frankfurter Flughafen stieß überall in Rheinhessen auf ein sehr positives Echo.

Obwohl es in dem Urteil explizit nicht um Fluglärm, sondern um die Sicherheitsaspekte des An- und Abflugverfahrens ging, begrüßen auch die Fluglärm geplagten Bürger das Urteil. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu, lediglich der Weg der Beschwerde steht noch offen.

Spundekäsblatt-Video erklärt: Was fliegt denn da?

Das “Spundekäsblatt“, ein neues Video-Format der Allgemeinen Zeitung, hat das Thema aufgegriffen. Die Redakteure Ulla Niemann und Jannis Kucharz gehen locker und verständlich auf das Urteil ein und erläutern dessen Auswirkungen.

Was ist das Spundekäsblatt?

Die Macher des Videos freuen sich auch über Kommentare und Meinungen dazu. Die können direkt auf YouTube hinterlassen werden. Ulla Niemann, bei der VRM für die Videoberichterstattung zuständig, erklärt: “Wir experimentieren. Unser Ziel ist es, ein Format zu finden, in dem wir nachrichtlich relevante Hintergründe erklären. Wir möchten das als Service für unser Stammpublikum machen, aber uns so auch neues Publikum erschließen. Bis das Format so steht, wie es aussehen soll, wird das noch dauern. Wir freuen uns über Kommentare und Vorschläge.”

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Flughafen Frankfurt

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Südumfliegung: Stellungname der Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Freitag, 6. September 2013

Gericht kippt die umstrittene Südumfliegung.

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hat die Südumfliegung für rechtswidrig erklärt, da es gravierende Abwägungsfehler im Prozess der Routengestaltung gab. Während der mündlichen Verhandlung ergab sich, dass das Gericht unter anderem kritisierte, dass die Sicherheit der Südumfliegung nicht hinreichend überprüft wurde und auch jetzt nicht garantiert werden kann. Weiter wurde kritisiert, dass keine Alternativlösungen untersucht worden waren.

Südumfliegung angeblich aus Sicherheitsgründen eingeführt

Das scheint verwunderlich, denn bis vor kurzem war von Seiten der Verantwortlichen, einschließlich der FLK behauptet worden, die Südumfliegung sei gerade aus Sicherheitsgründen eingeführt worden. Erst als sich herausstellte, dass tatsächlich massive Sicherheitsmängel vorliegen, schwenkte man um auf die Behauptung, der Grund für die Einführung seien Lärmschutzüberlegungen gewesen. Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen.

Falsche Zusammensetzung der Fluglärmkommission

Da das Gerichtsurteil möglicherweise ein neues Abwägungsverfahren zur Folge haben kann, ist es jetzt von besonderer Wichtigkeit, die ungerechte und falsche Zusammensetzung der Fluglärmkommission zu untersuchen. Denn alle in Rheinhessen betroffenen Gemeinden sind nur mit einer einzigen Stimme vertreten. Diese undemokratische Zusammensetzung, durch die die hessischen Gemeinden mit erdrückender Mehrheit ausgestattet wurden, ist von der Hessischen Landesregierung zu verantworten.

Jetzt muss durchgesetzt werden, dass die in Rheinhessen betroffenen Gemeinden ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend in der FLK vertreten sind.

Außerdem muss in einem neuen Abwägungsverfahren gewährleistet sein, dass ehrlich und ohne Tricks gearbeitet wird. Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben. In diesem Zusammenhang kann man dem Vorsitzenden der FLK, Herrn Thomas Jühe, nur raten, sich endlich von seinen persönlichen Vorstellungen zu lösen und der Realität ins Auge zu sehen.

Prinzipiell aber gilt: Nur die Deckelung der Flugbewegungen, das erweiterte Nachtflugverbot und lärmärmere Start- und Landeverfahren werden uns langfristig helfen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fluglaerm-rheinhessen.de und auf Facebook unter http://www.facebook.com/fluglaermrheinhessen.

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Georg Scheu Preis beim Alzeyer Winzerfest an Petra Roth

Fluglärm

Donnerstag, 29. August 2013

Dieses Jahr bekommt Petra Roth den Georg-Scheu Preis (der rheinhessische Rebenzuchtpionier) beim Alzeyer Winzerfest überreicht. Die Laudatio hält  Udo van Kampen, Leiter des Auslandstudios des ZDF in Brüssel. Ihm wurde der Preis 2002 verliehen. Warum macht das nicht Lars Reichow, der letztjährige Preisträger? Hat das vielleicht etwas mit dem Fluglärm über dem nördlichen Rheinhessen und Mainz zu tun, für den Petra Roth als Vertreterin der Stadt Frankfurt (Anteilseigner bei Fraport ) mit verantwortlich ist.

Ironischerweise sind auch einige nördlich gelegene Gemeinden des Landkreises Alzey-Worms, der mit zu den Preisstiftern zählt, ziemlich stark vom Fluglärm betroffen, da sie unter  der in wenig mehr als 1000m Höhe verlaufenden Anflugroute bei Ostwind liegen.

Auch für die aktuellen touristischen Initiativen des Landkreises wird es schwierig, wenn bei der angestrebten Steigerung der Flugzahlen dann bei schönem  Wetter  fast immer die Flugzeuge in niedriger Höhe sich wie in einer Perlenschnur über dem nördlichen Rheinhessen einreihen.

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Kampf gegen Fluglärm: Wo stehen die Kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien?

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Freitag, 16. August 2013

ZRM-Veranstaltung im Kurfürstlichen Schloss Mainz am 22. August 2013 um 19.00 Uhr.

Die Initiative Zukunft Rhein-Main (ZRM) – der Verbund von 30 Kommunen und gesellschaftlichen Gruppierungen – kämpft seit zwölf Jahren gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Am Donnerstag, 22. August 2013, ab 19.00 Uhr geht die ZRM im Kurfürstlichen Schloss in Mainz neue Wege und nutzt die Phase vor den anstehenden Wahlen – gerade auch zum hessischen Landtag, aber auch der Bundestagswahl am Sonntag, 22. September 2013 – um das Thema Fluglärm erneut in den Fokus zu rücken. Oberbürgermeister Michael Ebling, Umweltdezernentin Katrin Eder sowie der Groß-Gerauer Landrat Thomas Will und die Hochheimer Bürgermeisterin Angelika Munck – wie Eder Sprecher der ZRM – hoffen auf klare Aussagen auf dem Podium.

Zugesagt haben bislang aus Rheinland-Pfalz: Michael Hartmann (SPD), Ursula Groden-Kranich (CDU), Tabea Rößner (GRÜNE), Walter Koppius (FDP) und Kathrin Sänger-Schäfer (Die Linke). Aus Hessen: Staatsminister Michael Boddenberg (CDU), Gerold Reichenbach (SPD), Benjamin Weiß (GRÜNE) sowie Dieter Faulenbach da Costa (Die Linke).

Den im Bundestag vertretenen Parteien werde damit in Mainz die Möglichkeit geboten, vor der anstehenden Bundestagswahl ihre Positionen zum Thema Fluglärmschutz einer breiten Öffentlichkeit zu erläutern. Damit könnten sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Rhein-Main-Gebietes ein eigenes Bild darüber machen, wie die Interessen der Region in Berlin vertreten werden.

Ein effektiver Schutz der Bevölkerung vor Lärmbelastungen, so die ZRM-Sprecher, könne am besten in Berlin über die Fluglärmgesetzgebung erreicht werden: „Vor Ort kann dies zugleich nur bedeuten: Weniger Flugbewegungen, keine Nachtfüge von 22.00 bis 6.00 Uhr.“ Oberbürgermeister Michael Ebling stellt klar: „Die Position der Stadt Mainz steht: der Betrieb des Frankfurter Flughafens hat die Belastbarkeitsgrenze für die Bewohnerinnen und Bewohner des Rhein-Main-Gebiets überschritten. Und wirksame Maßnahmen gegen die Fluglärmbelastung müssen einheitlich auf bundesgesetzlicher Ebene geregelt werden“.

Wer also wissen möchte, was seine Wahlkreiskandidatin bzw. sein Wahlkreiskandidat vom Flughafenausbau hält, sollte sich diese Informationsmöglichkeit nicht entgehen lassen. Der Eintritt ist frei.

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Neue Studie beweist: Fluglärm in der Nacht macht krank

Fluglärm, Leitartikel, Rheinhessen vor Ort

Mittwoch, 3. Juli 2013

Nächtlicher Fluglärm macht krank. (Symbolbild: stock:xchng)

Eine neue klinische Studie beweist: Nachtfluglärm kann Gefäßschäden verursachen. Mainzer Wissenschaftler publizieren Forschungsergebnisse der Fluglärmstudie im „European Heart Journal“. Hier die Pressemeldung.

Eine neue Studie der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz belegt: Fluglärm kann bei gesunden Menschen zu Gefäßfunktionsstörungen, erhöhtem Stresshormonspiegel und zu einer verminderten Schlafqualität mit drastischen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System führen. Die im European Heart Journal veröffentlichte Studie wird heute an der Universitätsmedizin vorgestellt.

Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall durch Fluglärm

„Wir wissen, dass Fluglärm Bluthochdruck, Herzinfarkte und auch Schlaganfälle auslösen kann. Die genauen Mechanismen, die zu diesen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, waren bisher jedoch nicht bekannt“, so Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und Leiter der Studie. Nach Einschätzung von Prof. Münzel bedeuten die Ergebnisse der Studie einen Durchbruch im Bereich der Fluglärmforschung: „Diese Studie zeigt ganz konkret auf, wie und bei welchen Schallpegeln Gefäßschäden entstehen.“

Studie an 75 gesunden Männern durchgeführt

Im Rahmen der Studie wurden 75 gesunde Männer – ohne diagnostizierte Vorschädigung des Herz-Kreislauf-Systems – in randomisierter Abfolge während des Schlafs drei unterschiedlichen Lärmszenarien ausgesetzt. Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 26 Jahren. „In diesen Lärmszenarien haben wir Nachtflüge mit einem durchschnittlichen Lärmwert von 60 Dezibel simuliert und die Probanden zu Hause dieser Lärmbelastung in einem Feldversuch ausgesetzt. Mal waren es 30, mal 60 simulierte Nachtflüge. Zur Kontrolle hatten wir auch ein ´lärmfreies Nacht-Szenario´“, erklärt Dr. Frank Schmidt aus der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik, der die Studie durchgeführt hat.

Fluglärm steigert Produktion des Stresshormons Adrenalin

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Nachtfluglärm bei den Probanden das Stresshormon Adrenalin steigerte und die Gefäßfunktion, die mit hochauflösenden Ultraschallgeräten gemessen wurde, signifikant verschlechterte. „Unsere Studienergebnisse belegen, dass in gleicher Weise wie die Fluggeräusche zunehmen die Erweiterungsfähigkeit der Arterien (Endothelfunktion) abnimmt und sich eine sogenannte endotheliale Dysfunktion entwickelt“, berichtet Dr. Schmidt.

Fluglärm verursacht “Primingeffekt”

„Bemerkenswert ist, dass sich die durch Lärm ausgelöste Gefäßschädigung durch Vitamin C korrigieren lässt“ betont Prof. Münzel. In der Konsequenz bedeutet dies, dass in den Gefäßen als Folge der Verlärmung viele freie Radikale gebildet werden, die die Gefäßfunktion negativ beeinflussen. Somit besteht Grund zur Annahme, dass die Verschlechterung der Gefäßfunktion durch oxidativen Stress ein wichtiger Mechanismus für die Entstehung von lärmbedingtem Bluthochdruck und möglicherweise dessen Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist. „Ebenso konnten wir einen sogenannten „priming“-Effekt feststellen: Eine Beschallung mit 30 Überflügen induzierte bei einer nachfolgenden Nacht mit 60 Überflügen eine deutlich schlechtere Gefäßfunktion. Das bedeutet, dass man sich im Rahmen von mehreren Beschallungen nicht an den Fluglärm gewöhnt, sondern das Ausmaß der Gefäßschäden eher zunimmt“, ergänzt Professor Münzel. „Das muss aber in weiteren Studien intensiv geprüft werden“, so Prof. Münzel.

Nächtlicher Fluglärm ist Risikofaktor

„Nächtlicher Fluglärm ist damit als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bewerten. Daher sollte die Lärmbelastung der Bevölkerung möglichst gering gehalten werden. Um unsere Patienten zu schützen, fordern wir deshalb erneut mit Nachdruck eine deutliche Entlastung des Geländes der Universitätsmedizin mit allen Kliniken in Mainz“, sagt Univ.- Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz.

Die Studie wurde von der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz mit Unterstützung der Stiftung Mainzer Herz und der Robert Müller Stiftung durchgeführt.

Weitere Infos: www.herzstiftung-mainzer-herz.de

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Kunstflug: Held fordert bestehende Gesetze anzuwenden

Fluglärm, Leitartikel, Wöllstein

Montag, 1. Juli 2013

Kunstflug

SPD-Bundestagskandidat kritisiert Behörden in Wöllstein

Am Himmel über Wöllstein und Umgebung ist es am Sonntag ruhig gewesen. Das Mainzer Verwaltungsgericht hat dem Kunstflieger, der dort seit Jahren seine Runden zieht, in einer Eilentscheidung die Sonntagsflüge verboten. Für Marcus Held, SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Worms, Alzey, Oppenheim eine richtige Entscheidung.

Die aktuelle gerichtliche Verfügung ist jedoch nur ein Teilerfolg. Im noch ausstehenden Hauptsacheverfahren ist offen wie das Gericht tatsächlich entscheiden wird. Für den Bundestagskandidaten Marcus Held ist es daher notwendig, dass die bestehenden Gesetze angewandt werden. Die deutliche Kritik Helds richtet sich an die zuständigen Behörden. “Die Verwaltungen sind sich in dieser Sache nicht einig. Leidtragende sind die Bürgerinnen und Bürger in der Region”, kritisiert Held.

Grundlage für eine Entscheidung ist laut Held das Landes-Immissionsgesetz. Dieses verbietet grundsätzlich den Betrieb von Geräten und Maschinen an Sonn- und Feiertagen in Wohngebieten. Für die Ermittlung von Geräuschimmissionen verweist das Gesetz auf die Vorschriften der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). “Wir haben Gesetze die klare Regelungen enthalten und wenden diese nicht an”, so Held. Erfahrungen in ähnlicher Weise hatte Held beim Ausbau der Bundesstrasse 9 zwischen Oppenheim und Guntersblum gemacht. “Auch hier haben die Behörden die Zuständigkeiten und Entscheidungen sich gegenseitig zugeschoben. Ich vermute in Wöllstein ist das ähnlich”.

Immer wieder Streit um Fluglärm

Der Fluglärm allgemein ist inzwischen ein wichtiges Thema in der Region geworden. Die Belastungen die vom Frankfurter Flughafen ausgehen treffen vor allem die Region rund um Mainz. Verschiedene Bürgerinitiativen kämpfen gegen veränderte Flugrouten und Lärmbelastungen durch startende und landende Flugzeuge. Marcus Held begrüßt daher auch die Gesetzesinitiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung zum stärkeren Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm.

“Der Entwurf des Landes sieht auch vor die Flughöhen beim motorisierten Kunstflug auf mindestens 600 Meter zu erhöhen”, erklärt Held. Darüber hinaus soll Kunstflug in dicht besiedelten Gebieten und wenn der Abstand zur nächsten Gemeinde weniger als zwei Kilometer beträgt verboten werden. “Sicherheit und die Gesundheit der Bevölkerung müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben”, ergänzt Marcus Held.

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