Samstag, Juli 25

Energiewende – nicht reden, einfach anfangen!

Über Greta Thunberg und Fridays for Future meckern … kann man machen. Den Klimawandel leugnen … kann man machen. Das ist in etwas so intelligent, als würde man SARS-CoV-2 aka „Corona“ als eine völlig harmlose Grippe und die derzeitigen Maßnahmen als vollkommen übertrieben bezeichnen. 

Man kann aber auch einfach mal klein anfangen mit der Energiewende. Seit fünf Tagen liefert mein „Balkonkraftwerk“ aka Mini-PV-Anlage Sonnenstrom. Und dabei liegt das Panel sogar bisher nur flach auf der Terrasse und ist noch nicht, wie geplant, oben auf dem Dach (optimale Süd-Ausrichtung) montiert.

Das Solarmodul liefert 345 WattPeak, also dürften das überschlagsmäßig über das Jahr gemittelt 280 Watt im Durchschnitt ergeben. Erfahrungsgemäß, so habe ich gelesen, erntet man mit so einem Modul dieser Leistungsgröße zwischen 270 und 290 Kilowattstunden Sonnenstrom im Jahr. Nehmen wir mal an, es wären 280 Kilowattstunden im Jahr. Das wären dann 0,28 Megawattstunden im Jahr, die ich mit meinem kleinen Balkonkraftwerk kostenlos von der Sonne bekomme – Ok, die Anschaffungskosten sind da, aber die Amortisation ist gut und wird mit steigendem Strompreis besser.

Bisher liegt das Solarpanel "nur" auf der Terrasse und liefert schon Strom. Bald kommt es aufs Dach. (Foto: Andreas Lerg)
Bisher liegt das Solarpanel „nur“ auf der Terrasse und liefert schon Strom. Bald kommt es aufs Dach. (Foto: Andreas Lerg)

Wenn auf jedem Haus ….

Nehmen wir doch mal weiterhin an, hier in meiner Heimatstadt Oppenheim würden nur zehn Häuser so ein Balkonkraftwerk nutzen, dann wären das schon 2,8 Megawattstunden im Jahr. Und wenn es nicht zehn Häuser, sondern 100 Häuser wären, dann würden wir in Oppenheim schon 28!!! Megawattstunden Sonnenstrom pro Jahr erzeugen. Wieviele Häuser gibt es in Oppenheim? Wieviele in Nierstein? Wieviele in ……..? 

Und wenn man dann mal „skaliert“ und sich eine „große“ PV-Anlage auf dem Dach installiert, dann potenziert sich das ganze. Hier mal mit durchschnittlichen Erträgen eines privaten „PV-Daches“ und dem Taschenrechner zu spielen zeigt, was für ein gewaltiges Potentiel man hier entwickeln könnte. 

Diese Balkonkraftwerke kosten nur ein sehr kleines Geld (wer es wissen will, bitte fragen) und dürften noch billiger werden. Ich und auch ein Freund von mir haben jetzt hier in Oppenheim den Anfang gemacht und erzeugen mit unseren beiden Balkonkraftwerken und den oben genannten Durchschnittszahlen also ab sofort 0,56 Megawatt im Jahr.

Energiewende – fang einfach an!

Über Greta Thunberg meckern … kann man machen. Den Klimawandel leugnen … kann man machen. ….. Oder man fängt einfach mal mit der Energiewende an. Wer Fragen hat…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an!

Einmal in der Woche die interessantesten und wichtigsten Nachrichten und Geschichten aus Rheinhessen.

Prima. es hat geklappt. :-)

Pin It on Pinterest

Share This

Teilen

Teile das mit Deinen Freunden!