So sieht ein gut gesichertes Türschloss aus. (Foto: LKA Mainz)

So sieht ein gut gesichertes Türschloss aus. (Foto: LKA Mainz)

Auch wenn die Zahl der Einbrüche in Rheinland-Pfalz 2017 gesunken ist, bleibt Einbruchschutz ein wichtiges Thema. Einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren machen es Einbrechern schwerer ins Haus zu gelangen und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit, dass sie vorzeitig aufgeben.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik bestätigte dies erst kürzlich: Fast die Hälfte der Einbrüche bleibt in Rheinland-Pfalz im Versuchsstadium stecken – was sicherlich auch am vermehrten Einsatz von Sicherungstechnik sowie aufmerksamen Verhalten der Bürgerinnen und Bürger liegt. Worauf Eigenheimbesitzer, Vermieter aber auch Mieter bei ihren Türen achten sollten, um die „ungebetenen Gäste“ abzuhalten, hat die Polizei Rheinland-Pfalz zusammengefasst.

Neubau und Umbau

Bei Neu- und Umbauten erhält man durch den Einbau geprüfter und zertifizierter einbruchhemmender Türen nach DIN EN 1627, ab der Widerstandsklasse (RC) 2 einen guten Einbruchschutz: https://www.polizei.bayern.de/content/4/4/9/tueren.pdf. Hier ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keinen Schwachpunkt gibt. Da einbruchhemmende Türen „aus einem Guss“ sind, müssen sie nicht nachgerüstet werden. Es gibt sie in verschiedenen Widerstandsklassen, als zweiflügelige Türen, in Übergrößen und auch als sogenannte Multifunktionstüren. Letztere erfüllen u. a. auch die Anforderungen an den Brandschutz.

Nachrüstung von Türen

Bereits vorhandene Türen können auch deutlich verbessert werden. Durch eine Nachrüstung gemäß DIN 18104 werden ggf. Türbänder, -schlösser, Beschläge und Schließbleche durch geprüfte Teile ausgetauscht, wodurch sich der Widerstandswert der Tür erhöht. Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkel-Türspion ein (mindestens 180°), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will. Wenn Sie öffnen, dann nur mit vorgelegtem Sperrbügel! Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung vor Türen und Zugangswegen – ggf. durch einen „Bewegungsmelder“. Auch eine Türsprechanlage, evtl. kombiniert mit einer integrierten Videokamera, kann sinnvoll sein.

Da eingebaute Sicherungen nur bei fachgerechter Montage ihre volle Wirkung entfalten und den entsprechenden Einbruchschutz ermöglichen, bieten die polizeilichen Beratungsstellen „Adressennachweise von Errichterunternehmen für mechanische Sicherungseinrichtungen“ an. Bei diesen Adressennachweisen handelt es sich um Listen, in denen Fachfirmen genannt sind, die sich verpflichtet haben, Sicherungstechnik entsprechend der polizeilichen Empfehlungspraxis nachzurüsten: https://www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevention/kriminalpraevention/kriminalitaetsphaenomene/wohnungseinbruchdiebstahl/wer-macht-mein-haus-sicher/

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/tueren/ oder in der Broschüre des Programms Polizeiliche Kriminalprävention „Ungebetene Gäste“: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/1-ungebetene-gaeste/