Silvester (Symbolbild)

Silvester (Symbolbild)

Einen weitgehend normalen Verlauf der Feiern in der Silvesternacht im Land vermeldet trotz eines teilweise hohen Besucheraufkommens bei einzelnen Feiern die Polizei. Insbesondere auf Grund des Alkoholkonsums kam es wie in den Vorjahren zu Einsätzen der Polizei, weil es durch das Auftreten aggressiver Personen unter anderem zu Streitigkeiten, Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigungen kam und damit für eine aus polizeilicher Sicht gleichwohl ereignisreiche Nacht sorgten.

65 Platzverweise

So wurden in 65 Fällen Platzverweise gegen alkoholisierte und aggressive Personen ausgesprochen. 19 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Koblenz wurde eine Sexualstraftat angezeigt. Ein 22-jähriger Somalier soll eine Frau in Koblenz mehrfach unsittlich angefasst, sie bedrängt und beleidigt haben.

Sexualdelikt bestätigt sich nicht

In Kaiserslautern wurde das Besucheraufkommen mit rund 1500 Menschen, die sich auf dem Stiftsplatz aufhielten, als sehr hoch beschrieben. Polizeikräfte schätzten den Anteil der Besucher mit Migrationshintergrund mit 70 bis 80 Prozent als sehr hoch ein. Hier wurde eine angebliche sexuelle Belästigung aus einer Gruppe heraus gemeldet. Bei der eingehenden Befragung der vermeintlichen Geschädigten durch Kriminalbeamte bestätigte sich ein Sexualdelikt jedoch nicht.

Ebenfalls in Kaiserslautern ereignete sich ein Verkehrsunfall, bei dem kurz nach Mitternacht eine 57-jährige Frau lebensgefährlich verletzt wurde. Die Frau befand sich auf einem Gehweg und wollte Silvesterböller anzünden, als sie von einem PKW erfasst und eine Böschung heruntergeschleudert wurde. Der PKW blieb beschädigt zurück. Nach dem Fahrer, der sich zu Fuß von der Unfallstelle entfernte, wird gefahndet.

In Heimborn im Westerwaldkreis geriet aus bisher noch ungeklärter Ursache eine Garage in Brand. In der Garage befanden sich zwei PKW, hochwertige Werkzeuge und Gasflaschen, die durch die Flammen unbrauchbar wurden. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 200.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt.

Ausländerfeindliche Delikte wurden in der Silvesternacht nicht bekannt.

Quelle: Pressemeldung des Innenministeriums