Am Fuß der Platane ist noch reichlisch Löschschaum von der morgendlichen Brandbekämpfung zu sehen. (Foto: Andreas Lerg)

Am Fuß der Platane ist noch reichlisch Löschschaum von der morgendlichen Brandbekämpfung zu sehen. (Foto: Andreas Lerg)

Als Fährführer Thomas Mörgenthaler heute früh um 5:50 Uhr die erste Tour mit der Autofähre „Landskrone“ nach Hessen fuhr, fiel ihm am Anleger angekommen auf, das Qualm und Funken aus der riesigen alten Platane am Kornsand-Ufer direkt am Fähranleger drangen. Er rief sofort den Notruf, was auch schon einige Autofahrer, die auf der hessischen Seite auf die Fähre gewartet hatten, getan hatten.

Die örtliche Feuerwehr rückte an und löschte den Brand im hohlen Kern des Baumriesen mit Löschschaum. „Für eine Stunde war danach noch der Fährbetrieb durch die Polizei untersagt, bis sicher gestellt war, dass die Standfestigkeit des Baumes nicht gefährdet ist“, beschreibt Mörgenthaler. Für diese Beurteilung wurde der Experte einer Fachfirma hinzugezogen, wie die Feuerwehr Geinsheim berichtet. Der Baum steht direkt an der Zufahrt zur Fähre.

„Wer macht so etwas und warum?“

Direkt neben dem Hinweisschild "Naturdenkmal" hängt noch der Löscchaum am Baum. (Bild: Andreas Lerg)

Direkt neben dem Hinweisschild „Naturdenkmal“ hängt noch der Löscchaum am Baum. (Bild: Andreas Lerg)

Vor etwa drei Jahren brannte der Baum schon einmal, weiß der Fährmann zu berichten. Damals wurde von Brandstiftung ausgegangen. Auch dieses Mal dürfte eine andere Ursache für das Ausbrechen des Brandes im Inneren des Baumes weitgehend nicht in Frage kommen. Diese “ Ahornblättrige Platane (Platanus × hispanica)“ an der Fähre steht unter Denkmalschutz, denn sie ist einer der ältesten Bäume in Deutschlands. Auch zwei Kastanien vor Ort stehen unter Denkmalschutz. Wenn es Brandstitfung war, drängt sich sogleich die Frage auf: „Wer macht so etwas und warum?“