Früh übt sich: Der Schulweg sollte nicht erst am Vorabend abgegangen werden. (Foto: LKA Mainz)

Früh übt sich: Der Schulweg sollte nicht erst am Vorabend abgegangen werden. (Foto: LKA Mainz)

Verkehrsreiche Kreuzungen, unübersichtliche Straßenabschnitte und andere Gefahrenpunkte sollten nach Möglichkeit nicht zum Schulweg gehören. Auch der kürzeste Weg ist nicht immer der geeignete. Fragen Sie in der Schule nach, ob es einen Schulwegplan oder regionale Konzepte (z. B. „Aktion gelbe Füße“) gibt. Diese geben Hinweise auf sichere, verkehrsarme Wege.

Sagen – Zeigen – Selbermachen

Der Schulweg sollte bereits vor der Einschulung gemeinsam mit dem Kind geplant, besprochen und geübt werden. Erklären und zeigen Sie Ihrem Kind, wie es sich beim Überqueren der Fahrbahn verhalten soll. Tauschen Sie mal die Rollen: lassen Sie sich von Ihrem Kind führen und auf richtiges Verkehrsverhalten aufmerksam machen. Bedeutend beim Üben ist, dass das Kind zunächst am Fahrbahnrand stehenbleibt, um die Verkehrssituation genau und in Ruhe beobachten zu können. Anschließend sollte es mehrmals in beide Richtungen blicken. Wenn die Straße frei ist oder die Fahrzeuge auf jeder Seite zum Stillstand gekommen sind, wird diese zügig und auf geradem Weg überschritten. Gleiches Verhalten gilt auch am Fußgängerüberweg. Bei Fußgängerampeln sollte auch bei der Grünphase ein kurzer Blick in beide Richtungen geworfen werden, um auf abbiegende Fahrzeuge reagieren zu können. Darüber hinaus sollten Eltern auch das sichere Verhalten auf / an Parkplätzen, bei Ein- und Ausfahrten und bei auftretenden Hindernissen (geparkte Fahrzeuge, Baustellen auf dem Gehweg, etc.) thematisieren und trainieren.

Sicherheit durch Sichtbarkeit

Bei Dunkelheit, Dämmerung und schlechten Wetterverhältnissen können Autofahrer Kinder weniger gut sehen. Helle Kleidung und reflektierende Accessoires an Schuhen und Jacken sowie am Schulranzen unterstützen die Sichtbarkeit.

Starke Gefühle

Kinder lassen sich in ihrem Verkehrsverhalten von Gefühlen und Stimmungen beeinflussen. Wütende, traurige oder ängstliche Kinder verhalten sich anders als ausgeruhte und fröhliche Altersgenossen. Ein gesundes Frühstück und ein kleiner Zeitpuffer sorgen für die nötige Konzentrationsfähigkeit auf dem Schulweg.