Am kommenden Montag beginnt in Rheinland-Pfalz das neue Schuljahr. (Foto: LKA Mainz)

Am kommenden Montag beginnt in Rheinland-Pfalz das neue Schuljahr. (Foto: LKA Mainz)

Am kommenden Montag beginnt in Rheinland-Pfalz das neue Schuljahr. Mit dem Eintritt in die Schule kommen auf die Schulanfänger zahlreiche neue Aufgaben zu. Aber nicht nur in der Schule, sondern bereits der Weg dorthin birgt für Schulneulinge bislang unbekannte Herausforderungen.

Schulweg trainieren

Ob zu Fuß, per Bus oder im Auto – jeder Schulweg sieht anders aus. Eines ist jedoch immer gleich: Eltern können ihre Kinder mit einem entsprechenden Schulwegtraining sicher auf den Weg bringen.

Das Landeskriminalamt erklärt in der neuen Reihe „Kinder im Straßenverkehr“, wie Eltern sich und ihre Kinder gut auf den neuen Lebensabschnitt als Schulanfänger vorbereiten können.

Heute: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

10.08.2017: Der sichere Schulweg

11.08.2017: Das richtige Verkehrsmittel

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Wichtig ist, dass Eltern die kognitiven und motorischen Fähigkeiten ihrer Kinder richtig einschätzen. Denn Kinder sind nun mal keine kleinen Erwachsenen.

Aufgrund ihrer Körpergröße und geistigen Reife nehmen sie die Verkehrswirklichkeit mit Kinderaugen wahr. Konkret bedeutet das, dass sich Eltern auch mal auf Augenhöhe mit ihrem Kind begeben sollten. Kann man aus der kindlichen Perspektive über geparkte Fahrzeuge hinwegsehen? Versperren abgestellte Mülltonnen die freie Sicht auf die Fahrbahn?

Bei der Sicht ist jedoch nicht nur die körperliche Größe entscheidend, sondern zudem die entwicklungsbedingte Einschränkung des Blickfeldes. Auch das richtige Abschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten sowie das Richtungshören sind noch defizitär ausgeprägt.

Ein weiteres, oftmals unterschätztes Risiko sind die spontanen und impulsiven Handlungen von Kindern. Das Gefahren- und Sicherheitsbewusstsein ist bei Schulanfängern noch am Entwicklungsbeginn. Kindliche Spiele und Interessen sowie ein ständiger Bewegungsdrang stehen im Gegensatz zu verkehrssicherem Verhalten. Hinzu kommt, dass einmal begonnene Handlungen nur sehr schlecht abgebrochen werden können.

Die Höhe der Aufmerksamkeit im Straßenverkehr wird ebenso durch eigene Gedanken und Gefühle beeinflusst. Hektik und Stress, vielleicht sogar ein Streit vor Schulbeginn, vermindern die Konzentrationsfähigkeit der Kinder auf dem Schulweg.

Quelle: LKA Mainz