Montag, Juni 1

Graffitisprayer beschädigt Malteser Rettungswagen während des Einsatzes

Graffitisprayer beschädigt Malteser Rettungswagen während des Einsatzes. (Foto: Malteser Mainz)
Graffitisprayer beschädigt Malteser Rettungswagen während des Einsatzes. (Foto: Malteser Mainz)

Bei einem Einsatz der Malteser in der Mainzer Dominikanerstraße in der vergangenen Nacht wurde der Rettungswagen mit Graffiti beschädigt. Im Rettungswagen behandelten die Rettungskräfte währenddessen eine Patientin, die um ihr Leben kämpfte. Die Malteser haben Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet und haben für Hinweise, die zur Ergreifung des Straftäters führen, eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Fassungslos und schockiert

„Wir sind fassungslos und schockiert. Für uns ist ein solches Verhalten unbegreiflich. Während jemand um sein Leben kämpft, werden die lebensnotwendigen Rettungsmittel beschädigt“, beschreibt Alexander Pohl, Leiter Rettungsdienst, die Gefühlslage der Helfer. Die Motivation der haupt- und ehrenamtlichen Helfer ist die Versorgung von Verletzten. Werden diese angegriffen oder die Rettungsmittel beschädigt, wird es schwierig, diesen Auftrag zu erfüllen. Auf die Malteser kommen nun Kosten für eine neue Beklebung des Rettungswagens in Höhe von 1.500 Euro zu.

„Dieses Ereignis passt zu unseren leider negativen Erfahrungen, dass Retter und Helfer immer häufiger Opfer von Behinderungen, Beleidigungen und Angriffen werden“, bedauert Alexander Pohl. „Die Motivation unserer haupt- und ehrenamtlichen Helfer ist die Versorgung von Verletzten. Werden sie angegriffen, wird es schwierig, diesen Auftrag zu erfüllen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch nochmal an die Kampagne „Helfer sind tabu“, betont der Leiter Rettungsdienst.

Kampagne „Helfer sind tabu“

Behinderungen, Beleidigungen und Angriffe gegen Retter und Helfer: Immer mehr haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsdiensten, Feu-erwehr und Polizei erleben im täglichen Einsatz Aggressionen und Gewalt in unter-schiedlichen Formen. Retter und Helfer werden somit zunehmend selbst zu Opfern. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, haben die Rettungsdienstbehörde des Landkreises Mainz-Bingen, Polizei und Feuerwehr in der Stadt Mainz sowie die Hilfsorganisationen DRK, ASB, Malteser und Johanniter die Kampagne „Helfer sind tabu“ ins Leben gerufen. Die Kampagne soll die Bevölkerung sensibilisieren. Es gilt, Öffentlichkeit herzustellen, mögliche Täter abzuschrecken und dazu aufzurufen, als Zeuge im Fall des Falles zur Verfügung zu stehen.

Quelle: Malteser Mainz

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Prima. es hat geklappt. :-)

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