Telefonbetrug. (Symbolbild: stock:xchng)

Telefonbetrug. (Symbolbild: stock:xchng)

Eine bekannte Betrugsmasche wird derzeit auch vermehr in Rheinhessen angewendet. Ein solcher erfolgloser Versuch traf gestern auch die Redaktion von Wir-in-Rheinhessen. Ein Anrufer (hier mit einer deutschen Mobilfunknummer) meldet sich und behauptet – er spricht Englisch mit indischem Akzent – er sei ein Service-Mitarbeiter von Microsoft und man habe auf dem Computer des Angerufenen einem Problem oder eine Schadsoftware festgestellt.

Man soll eine Fernsteuerungs-Software installieren

Der vermeintliche Servicemitarbeiter von Microsoft bietet an das Problem sofort zu beheben. Dazu gibt er dem Angerufenen einen Link über den man eine spezielle Wartungssoftware herunterladen soll. Zugleich soll man einen Betrag von ein oder 200 € Euro überweisen beziehungsweise per Kreditkarte zahlen, mit dem dieser vermeintliche Service dann abgegolten sei. Der Mitarbeiter kann sich über diese Software dann angeblich auf dem Rechner einklinken und die Störung oder die Schadsoftware beseitigen.

Fernsteuerung kapert den Rechner

Tatsächlich kann über die herunter geladene Software der Rechner ferngesteuert werden. Natürlich geschieht dies zu einem vollkommen anderen Zweck. Die Angreifer versuchen beispielsweise die Zugangsdaten zum Online-Banking auszuspähen, andere wichtige Daten oder Online-Zugänge zu stehlen. Oder aber sie installieren weitere Schadsoftware, mit der zum Beispiel über den befallenen Rechner Spam-E-Mails verschickt werden können.

Diese Masche ist nicht neu und wird schon seit langem angewendet. Computerbesitzer sollten wissen, dass Microsoft oder andere Firmen niemals von sich aus anrufen werden, um solche dubiosen Dienstleistungen anzubieten. Schon alleine die Tatsache dass der Anrufer nicht Deutsch spricht – obwohl Microsoft ein deutsches Service-teasm hat – ist ein wichtiges Indiz dafür, dass es sich hier um eine Betrugsmasche handelt.