Fingerabdrücke führten zur Identifizierung. (Foto: Polizei Mainz)

Fingerabdrücke führten zur Identifizierung. (Foto: Polizei Mainz)

In der Öffentlichkeit wurde im August des vergangenen Jahres mit Sorge wahrgenommen, dass ein bereits verurteilter Gewalttäter mit somalischer Staatsangehörigkeit aus der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey fliehen konnte.

Mehrfach wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten

Der 24-Jährige war bereits mehrfach mit Gewaltdelikten in Erscheinung getreten und wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er galt nicht zuletzt wegen seiner psychischen Erkrankungen als sehr gefährlich. Aus diesem Grund hatte das Gericht seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankhaus angeordnet.

Ende Februar konnte der Flüchtige in Rom festgenommen und in Auslieferungshaft genommen werden. Seit dem gestrigen Tag befindet er sich wieder in den Händen der deutschen Justiz. Seine Unterbringung in einer anderen rheinland-pfälzischen Fachklinik ist vorgesehen.

Gewalttäter flüchtete zunächst per Bahn

Der Somalier war am Fluchttag zunächst mit der Regionalbahn von Wörrstadt nach Mainz gefahren. Eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern der Überwachungskamera aus dem Zug war damals unmittelbar eingeleitet worden.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach übernahm das Landeskriminalamt Mainz (LKA) kurz nach der Flucht die Zielfahndung. Die intensiven Ermittlungen führten auch ins benachbarte Ausland. An den Fahndungsmaßnahmen waren neben den Zielfahndern des LKA auch ausländische Polizeidienststellen und das Gemeinsame Zentrum in Luxemburg beteiligt. Letztlich gelang es der Zielfahndung, den verurteilten Straftäter in Italien durch lokale Ermittlungsbehörden festnehmen zu lassen. Dank der guten polizeilichen Vernetzung auf internationaler Ebene konnten die in Italien festgestellten Fingerabdrücke mit den in Deutschland gefertigten Abdrücken abgeglichen werden, was zur zweifelsfreien Identifizierung des Geflohenen führte.

Quelle: LKA Mainz