EUHA-Geschäftsführerin Patrizia Lawall übergibt 5000 Ohrstöpsel an "Obermessdiner" Andreas Schmitt. Foto: EUHA/PicturePeople

EUHA-Geschäftsführerin Patrizia Lawall übergibt 5000 Ohrstöpsel an „Obermessdiner“ Andreas Schmitt. Foto: EUHA/PicturePeople

Die Europäische Union der Hörgeräteakustiker e. V. (EUHA) sorgt dafür, dass mehr als 5.000 Ohren sicher durch die Mainzer Fastnacht kommen. Am 30. Januar 2017 übergab EUHA-Geschäftsführerin Patrizia Lawall, pünktlich um 11:11 Uhr, 20 Kartons mit knallgrünem Gehörschutz an den Mainzer Carnevalverein Eiskalte Brüder Gonsenheim 1893 e. V. Die bunten Ohrstöpsel werden beim Mainzer Rosenmontagszug mit einem kräftigen „Helau“ an die Narren verteilt.

„Uns ist es wichtig, dass gefeiert werden kann und dass das Gehör dabei unbeschadet bleibt. Die fünfte Jahreszeit ist gerade hier in Mainz etwas ganz Besonderes. Wir als fachwissenschaftliche Organisation der Hörgeräteakustiker, mit Sitz in Mainz, wollen mit der Spende bewusst ein Zeichen für den Erhalt guten Hörens setzen. Unser Wunsch ist, dass sich alle Narren mit Gehörschutz ausrüsten“, lautet Patrizia Lawalls Botschaft.

„Eine echte Alternative zu Süßigkeiten und Plastikbällchen“

Sitzungspräsident und „Obermessdiener“ Andreas Schmitt, bekannt aus der Fernsehsendung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, freut sich über die originelle Wurfware: „Eine echte Alternative zu Süßigkeiten und Plastikbällchen. Und bei der anschließenden Kneipentour können sie auch noch genutzt werden. Denn die Guggemusik ist ja quasi eine ,närrische Körperverletzung‘!“

Die lauten Fastnachtsschreie, Ratschen und Tröten sorgen für eine Dauerbeschallung, die Spitzenwerte von bis zu 140 Dezibel dB(A) erreichen können. Dauerhafter Lärm über 85 dB(A) kann das Gehör nicht nur zeitlich und partiell herabsetzen – es kann auch zu Langzeitschäden wie einem Hörverlust oder Tinnitus kommen. Gehörschutz kann die Lärmeinwirkung dämmen und senkt das Risiko. Hörakustiker sind Experten in Sachen Gehörschutz. Sie informieren fachgerecht und empfehlen individuell angepassten Gehörschutz. Dieser sorgt für eine situationsgerechte Dämmung – beim Feiern, Arbeiten oder in der Freizeit. Außerdem lässt er sich – passend zur närrischen Verkleidung – farbig oder mit bunten Steinen und Glitzerelementen gestalten.

Ideal wäre es, wenn das Beispiel der Mainzer Schule macht und sich jeder Narr, der mit Tröte, Narrenkappe und Kostüm loszieht, Gehörschutz für die Ohren dabeihat. Helau!

Quelle: Pressemeldung EUHA