Es gibt Fussball-Fans und es gibt Idioten. (Symbolbild: stock:xchng)

Es gibt Fussball-Fans und es gibt Idioten. (Symbolbild: stock:xchng)

Im Vorfeld der Fußballbegegnung zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem RSC Anderlecht kam es in der Mainzer Innenstadt zu Ausschreitungen.

Viele der Gäste-Fans waren bereits im Laufe des Vormittags mit Bussen und Pkw am Mainzer Stadion eingetroffen. Mit den von der MVG bereitgestellten Shuttle-Bussen wurden sie dann vom Stadion in die Mainzer Innenstadt gefahren. Bei ihrem Zug durch die Innenstadt wurden sei hierbei durch starke Polizeikräfte begleitet, die die Fans die ganze Zeit über im Auge behielten.

Vereinzelt Böller gezündet

In der Innenstadt angelangt verteilten sich viele auf die bereits geöffneten Kneipen und Gaststätten. Überwiegend blieb es allerdings hierbei friedlich. Vereinzelt wurden im Innenstadtbereich und am Hauptbahnhof Böller gezündet.

Plötzlich suchten 80 belgische Störer Zoff

Gegen 17:15 Uhr bildete sich in der Innenstadt eine Gruppe von ca. 80 belgischen Störern, die sich plötzlich Handschuhe überzogen und in Richtung Steingasse/Große Bleiche rannten. Offensichtlich wurde hier eine Auseinandersetzung mit Mainzern gesucht. Starke Polizeikräfte konnten dies sofort unterbinden und setzten die Gruppe am Kardinal-Volk-Platz fest. Bei dem Gerangel wurden Böller und Pyrotechnik gezündet. Hierbei erlitten sieben Beamte ein Knalltrauma, konnten aber ihren Dienst fortsetzen. Ein belgischer Beamter erlitt eine Verletzung durch einen aus der Gruppe heraus geworfenen Gegenstand. Auch er konnte seinen Dienst fortsetzen. Anschließend kamen die Störer in den Gewahrsam.

Polizistin am Kopf verletzt

Bei einer weiteren Auseinandersetzung im Bereich des Hauptbahnhofes erlitt eine Beamtin der Bundespolizei gegen 20.00 Uhr eine Kopfverletzung und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Sie wird zurzeit noch ärztlich untersucht.

Unterstützt wurde die Mainzer Polizei von szenekundigen Beamten der Polizei Anderlecht und Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz. Im Einsatz waren über 400 Kräfte.

Quelle: Polizei Mainz