Der Rheinhesse Martin Neumann aus Gau-Bickelheim, der mit seiner Frau, den beiden Kindern und einer Bekannten den von ihm 30 km entfernten Schöneberger Mittelaltermarkt – das Mittelalterspektaculum 4. Gregorianmarkt besuchte, brachte es auf den Punkt:

So einen großen und vielseitigen Markt hatten wir nie in einem solch kleinen Dorf erwartet“.

So wie er dachte bestimmt ein Großteil der 4.500 Besucher, die an den 3 Tagen das kleine Dorf mit seinen nur 650 Einwohnern am Rande des Soonwalds besuchte, dessen Markt mit großem Herzblut, ehrenamtlichem Engagement und mit viel Zeitaufwand von den Mitgliedern des Vereins Gregorian Markt Schöneberg e.V. , allen voran, von den beiden Marktmeistern Peter Baumgartner und Arno Jung, organisiert und durchgeführt wurde.

Durch die familienfreundlichen Eintrittspreise (für Kinder unter Schwertgröße frei – und die Freien  Ritter des Soonwaldes hatten große Schwerter), die an den zwei Eingängen oft von Burgfräuleins verlangt wurden, kamen ca. 1000 Kinder, die von den vielfältigen Kinderprogrammen und den Gauklern begeistert waren.

Sie konnten sogar an den Ritterkämpfen teilzunehmen und wurden nach bestandener Prüfung in Duell „Mann gegen Mann“ zum Ritter – zum „Neuen freien Ritter des Soonwaldes“ geschlagen.

Alles begann mit dem Einzug der Ritter und deren Gefolgsleute. Am südlichen Ortsrand formierte sich der Zug. Musiker spielten zur Einstimmung. Ritter und junge Burgfräuleinseilten eilten noch schnell zum Platz … und schon setzte sich der Zug am Schöneberger Schloss vorbei in Gang

Angereiste Besucher fotografierten die Freien Ritter vom Soonwald und Arnulf von Schonenburg am Schöneberger Schloss / Burghaus mit den Burgherren.

Der Festzug ging zum Feldlager, vorbei an dem idyllischen Ursprung des Steyerbach. An der wunderschönen Kirche der Kreuzauffindung vorbei zum Marktplatz  wo der Herold mit Arnulf von Schonenburg den Markt eröffnete.

Am Marktplatz und auf den Straßen des Dorfes spielten Musiker mittelalterliche und traditionelle  Lieder.

Vor der Taverne wurden den Zuschauern die Ritter, die Musiker, die Gaukler, die Händler und alle an dem Markt beteiligten Personen vom Herold einzel vorgestellt.

Es wurde auf die vielen Stände und die Markstände und die mittelalterlichen Wettbewerbe aufmerksam gemacht … und auf die wunderbaren Konzerte in der Kirche der Kreuzauffindung, mit ihrer einmaligen Raum- und Klangakustik hingewiesen.

Um sich zwischen den vielen Programmpunkte auszuruhen zogen sich die Ritter ab und zu in ihr Feldlager zurück und die Musiker suchten auch mal einen schattigen Platz unter dem Weg-Kreuz am Schöneberger Schloss auf … wo ein original Schöneberger mit dem Kreuz auf der Brust wache hielt …

… und öfters an die Legende „Tres Hawellibur“ dachte, die die Gemeinde mit den drei Kreuzen im Wappen, im Mittelalter, der Sage nach, wesentlich prägte.

Das Dorf stand, wie in der Legende aus dem Mittelalter, wie eine Eins zusammen, jeder half – die Gemeinde- und die Kirchenvertreter, aber am meisten die Bürger selbst – immer angetrieben durch das Andenken an die ursprünglichen Vorfahren des Ortes – die Waldarbeiter (Besenbinder) aus denen nach dem „Zusammenschluß mit den anderen Bürgern“ die Freiherren von Schonenburg hervorgingen, die es bis zum Bischof und Kurfürsten von Trier schafften.

Das Mainzer Rad im Wappen dokumentiert noch heute, dass Schöneberg früher zu Kurmainz – also zum erweiterten Rheinhessen gehörte.