Kanufahren ist bei Hochwasser gefährlich (Symbolbild)

Kanufahren ist bei Hochwasser gefährlich (Symbolbild)

Um 20:15 Uhr erreichte die Feuerwehrleitstelle ein Notruf über ein gekentertes Kajak in Höhe des Mainzer Zollhafens. Daraufhin wurde die Einsatzmittelkette gemäß Einsatzkonzept „Wasserrettung Rhein“ alarmiert.

Hohe Fließgeschwindigkeit

Aufgrund der derzeit hohen Fließgeschwindigkeit des Rheins gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich die Person bereits weit hinter der Kaiserbrücke befinden musste. Dies bestätigte sich nach kurzer Zeit. Der Kajakfahrer, der sich noch an seinem Kajak festhielt, wurde in Höhe des Industriehafens durch ein Boot der hessischen Wasserschutzpolizei aus dem Wasser gerettet.

Leicht unterkühlt wurde der Patient anschließend durch die Feuerwehr Mainz an Land gebracht und an den Rettungsdienst übergeben.

Im Einsatz eingebunden waren die Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Mainz. Ebenfalls alarmiert wurden die Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie die Freiwillige Feuerwehr Budenheim im Rahmen des gemeinsamen Einsatzkonzeptes „Wasserrettung Rhein“. Zusätzlich vor Ort waren ein Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber sowie die Polizei.

Bei Hochwasser ist der Rhein noch gefährlicher als sonst

Die DLRG rät Wassersportlern, bei der derzeitigen Hochwasserlage auf solche Aktivitäten zu verzichten. Die hohe Fließgeschwindigkeit und vor allem auch zahlreiches Treibgut können Kanuten, Kajakfahrern oder Standuppaddlern zum Verhängnis werden. Stürzt ein Sportler dabei ins Wasser, kann er ertrinken, vor allem, wen er keine Schwimmweste trägt. Und wird von einem Stück Treibgut am Kopf getroffen, kann auch das fatale Folgen haben, warnt Andreas Lerg, Leiter Einsatz des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz.