Protestplakat "Nein zur Offroad-Strecke" (Bild: Wir lieben unsere Region - Nierstein/Schwabsburg, Dexheim, Köngernheim, Opp)

Protestplakat „Nein zur Offroad-Strecke“ (Bild: Wir lieben unsere Region – Nierstein/Schwabsburg, Dexheim, Köngernheim, Opp)

Am 14. Juni findet um 19:00 Uhr eine Informationsveranstaltung der Stadt Nierstein im Sironasaal statt. Thema ist der Rhein-Selz-Park und die dort geplante Offroad-Strecke, auf der auch Freizeitfahrer mit Geländemotorrädern gegen Geld fahren dürfen sollen. Auf der Infoveranstaltung sind Niersteins Bürgermeister Thomas Günther, VG-Bürgermeister Klaus Penzer und der Investor Wolfram Richter. Die Stadt Nierstein, die VG und Richter sitzen zusammen in der „Rhein-Selz Park Nierstein GmbH“, die aus der „WR Sechste Real Estate GmbH“ hervorgegangen ist, wie der Handelsregisterauszug belegt.

Hitzige Debatte pro und contra

Unterdessen wird auch in den sozialen Medien, vor allem Facebook, sehr kontrovers über die Cross-Strecke diskutiert. Es gibt erwartungsgemäß Gegner und Befürworter. Die Gegner befürchten vor allem eine dauerhafte Lärmbelästigung. Befürworter halten dagegen, dass das Angebot eine Attraktion sein könne. Beim Lärm wird gegen die Geräusche einer solchen ortsfesten Lärmquelle (der Cross-Strecke) mit dem Lärm durch die Landwirtschaft und ihre Maschinen – beispielsweise Vollernter oder Traktoren – argumentiert.

Den Befürwortern der Strecke wirft man vor, zwischen „gutem Lärm“, also der gewollten Cross-Strecke, und „schlechtem Lärm“, also Flug-, Bahn- und Autolärm zu unterscheiden. Den Befürwortern wird vorgeworfen, entweder nicht betroffen zu sein, weil sie weit weg wohne oder aber selbst Fahrer entsprechender Geländefahrzeuge zu sein.

Einige der Teilnehmer versuchen, mit sachlichen Argumenten zu arbeiten, andere eher mit Polemik. Eben typisch, wie es auf Facebook immer läuft. Andere äußern ihre Ängste und der eine oder andere macht sich auch Sorgen um den Tierschutz.

Es gibt zudem eine Petition gegen die Offroad-Strecke im Rhein-Selz-Park, die bereits von über 1100 Personen unterzeichnet wurde.