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Sandbild  von Frauke Menger (www.frauke.de)

Am Pfingstwochenende wurde in Dorn-Dürkheim der 50. Geburtstag der Freundschaft zwischen Fontaine-Francaise und Dorn-Dürkheim gefeiert.

Knapp über 100 französische Gäste machten sich mit Bus, Auto und Fahrrad auf den Weg zur deutschen Partnergemeinde. Die Radfahrer griffen dabei eine Idee der Deutschen auf, die nach Fontaine-Francaise in einer Staffel gejoggt waren. Sie machten nun den umgekehrten Weg per Rad.

Pfingstsamstag kam die französische Gruppe pünktlich um 15.30 Uhr an. Neben diverser Glückwünsche aus der Politik wurden einige verdiente Mitbürger auf deutscher und französischer Seite aus der Gruppe geehrt. Höhepunkt war die Namensgebung des ehemaligen Grundschulgeländes. Der Platz heißt ab sofort Place Fontaine-Francaise. Nach dem Abspielen der französischen und deutschen Nationalhymnen durch das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Dorn-Dürkheim/Hillesheim ging es für alle nach Hause.

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Begrüßung der Gäste

Am Abend traf man sich in der Halle zur Musik der Gruppe Ruppert spielt. (http://www.ruppertspielt.de) Die Gruppe hat eine tollen Sänger und spielte ein gutes Programm, das die Stimmung in der Halle lange hoch hielt.

Tag 2 begann mit einem deutsch-französchen Gottesdienst. Anschließend ging es während einer Wanderung zu 3 Weingütern, die sich mit leckeren Weinen und Speisen ihren Besuchern vorstellten. So konnten alle in den Weingütern Räder in Hillesheim, Dätwyl in Wintersheim und Biegler-Brand in Dorn-Dürkheim etwas über das Weinmachen erfahren. In den Weingütern und unterwegs mussten ein paar Quizfragen gelöst werden, sodass die Kinder beschäftigt waren und nicht merkten, dass sie recht weit gelaufen sind.

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Besuch im Weingut

Abends ging es dann zum bunten Abend in die Dorfgemeinschaftshalle. Es gab ein buntes Programm in einer proppenvollen Halle. So viel Publikum hatte man in der Halle noch nicht begrüßen können.  Das trug zur guten Stimmung während der Darbietungen des Gospelchores, eines improvisierten Chores aus Frankreich und der Tanzgruppen aus Eimsheim und Hillesheim bei. Tolle Choreografien und Hebefiguren während der Tanzdarbietungen lösten immer wieder Beifall aus. Die Trommelgruppe aus Uelversheim zeigte, wie man beim Trommeln auf großen Gymnastikbällen innerhalb weniger Minuten ganz schön ins Schwitzen kommen kann.

Es kam dann zum Höhepunkt des Abends. Frauke Menger, aufgewachsen in Dorn-Dürkheim, lebt mit ihrer Familie im Raum München. Aus Anlass des Jubiläums kam sie in ihren Heimatort um ihre Sandart-Show zu präsentieren. Die 20-minütige Show erzeugte ungläubiges Staunen darüber, was man mit ein wenig Sand und einem Lichttisch zaubern kann. Ausgehend von einem Startbild, entsteht das neue Bild in dem mit den Händen der Sand auf dem Tisch „verschoben“ wird. Dabei entsteht aus dem ersten fließend ein neues Bild. Es war faszinierend mit anzusehen wie sich die Bilder von Motiv zu Motiv zu passender Musik änderten. Immer wieder brandete begeisterter Applaus auf. Am Ende der Show war das obige Bild zu sehen und die stehenden Zuschauer klatschten begeistert. Ein Erlebnis von dem alle noch lange erzählen werden.

Schwer hatte es dann die letzte Tanzgruppe. Die Männertanzgruppe Sakhara aus Dorn-Dürkheim. Aber wie immer verstanden sie es die Halle noch einmal zum Toben zu bringen. Ein toller Abend fand seinen Abschluss.

Der Pfingstmontag sollte dann mit einer lustigen Olympiade und einem gemeinsamen Essen den Abschluss bilden. Leider kam es ganz anders. Am frühen Morgen verstarb ganz überraschend ein Mitglied der französischen Gäste. Schnell machte es die Runde, dass alle Spiele abgesagt waren. Es hatte niemand mehr Lust dazu. Trauer hatte sich breit gemacht. Der schöne Vorabend war völlig unwichtig geworden. Gemeinsam verbrachte man in Trauer die letzten Stunden bis zur Abfahrt der Gäste. Alle waren sich einig, dass eine Freundschaft neben schönen auch traurige Momente aushalten und tragen können muss. Diese Freundschaft kann es, das haben alle bewiesen.