Feuerwehr Mainz (Bild: Feuerwehr Mainz)

Feuerwehr Mainz (Bild: Feuerwehr Mainz)

Spielende Kinder fanden in den frühen Abendstunden des 29. April auf einem Grundstück in der Flugplatzstraße in Mainz-Finthen eine scharfe Panzergranate aus dem zweiten Weltkrieg.

Durch die Polizei wurde der Kampfmittelräumdienst (KMRD) alarmiert und nach einer ersten telefonischen Rücksprache wurden durch Kräfte der Polizei und des Ordnungsamtes die Bewohner der direkt an den Fundort angrenzenden Grundstücke (Jean-Pierre-Jungels-Straße 2-8 und Flugplatzstraße 23, 25, 27abc, 31) gebeten ihre Wohnungen zu verlassen und sich außerhalb des Gefahrenbereichs aufzuhalten.

Gefahrenbereich wurde evakuiert

Da alle betroffenen Personen bei Freunden oder Verwandten unterkamen, waren weitere Maßnahmen zunächst nicht erforderlich, gleichwohl wurde jedoch das Gerätehaus der Feuerwehr Mainz-Finthen als möglicher Aufenthaltsraum vorbereitet.

Gegen 20:00 Uhr trafen die Mitarbeiter des KMRD vor Ort ein und nahmen den gefundenen Sprengkörper in Augenschein. Da diese von einer komplizierten Entschärfung ausgingen forderten sie vom Landeskriminalamt einen Spezialroboter an. Bedingt durch die Tatsache, dass dieses Spezialgerät zu diesem Zeitpunkt noch bei einer anderen Bombenentschärfung im Einsatz war, verzögerte sich der Beginn der Entschärfung des Blindgängers.

Spezialgerät kam zum Einsatz

Gegen 22:30 Uhr traf die beim Landeskriminalamt (LKA) angeforderte Einheit mit dem Spezialgerät an der Einsatzstelle ein. Nach einer Beurteilung der Lage durch den Kampfmittelräumdienstes und das LKA wurde entschieden, die Panzergranate durch eine gezielte Sprengung vor Ort zu entschärfen. Hierzu wurde mit einem Kleinbagger eine ca. 1 m tiefe Grube in unmittelbarer Nähe des Fundortes ausgehoben, die Granate in die Grube verbracht, mit Erdreich überdeckt und durch einer gezielte Sprengung unschädlich gemacht. Anschließend überprüfte der Kampfmittelräumdienst, dass die Granate durch die gezielte Sprengung tatsächlich zerstört wurde. In der Zeit von der Verbringung der Granate in die Grube bis zur abschließenden Kontrolle waren in einem entsprechend festgelegte Radius die Häuser geräumt und die Straßen gesperrt. Die Sprengung der Granate erfolgte geben 23:30 Uhr, kurz darauf wurden die gesperrten Bereiche wieder freigegeben. Nach Durchführung abschließenden Maßnahmen wurde der Einsatz gegen 0:15 Uhr beendet. Aufgrund der späten Uhrzeit verursachten die Straßensperrungen keine nennenswerten Behinderungen.

Quelle: Feuerwehr Mainz