Brüssels "Maneken Piss" ist vermutlich der einzige Wildpinkler, der auf gesellschaftliche Akzeptanz stößt. (Bild: stock:xchng)

Brüssels „Maneken Piss“ ist vermutlich der einzige Wildpinkler, der auf gesellschaftliche Akzeptanz stößt. (Bild: stock:xchng)

Die Stadt Mainz hat die Faxen mit Wildpinklern dicke. Überall glauben meist männliche Wikdpinkler, sich ungeschoren und nicht selten öffentlich Erleichterung verschaffen zu dürfen. Wo andere Menschen spazieren gehen wollen, sorgen diese urinierenden Zeitgenossen für anrüchige Duftmarken und gelbe Spuren an den Wänden. Damit soll Schluss sein. Mainz greift zu einer Maßnhame, die auch schon in Hamburgs Stadtteil St. Pauli und auch in Köln gut funktioniert hat.

Pilotversuch am Rathaus

Mit diesem Plakat versuchte Mainz zur Fastnacht gegen Wildpinkler Front zu machen.

Mit diesem Plakat versuchte Mainz zur Fastnacht gegen Wildpinkler Front zu machen.

In einem Pilotversuch sollen die Bauwerke der Stadt jetzt fast im Wortsinne „zurück pinkeln“, wenn ein solcher harngetriebener Wüstling meint, eine Wand anpieseln zu müssen. Ein entsprechender Speziallack, der derzeit an der Treppe, die das Rheinufer mit der Rathausplatte verbindet, getestet wird, macht es möglich.

Insgesamt testet Mainz drei dieser speziellen Lacke. Zwei davon sind unsichtbar, der dritte macht die Wand etwas dunkler. All diese Speziallacke sind derart hochgradig wasserabweisend, sodass das aufprallende Urinstrahlen zurück spritzen. Der Wildpinkler pullert sich damit dann selbst ans Bein und auf die Schuhe. Das zeigt auch das nachfolgende Video der Allgemeinen Zeitung. Die Maßnhame ist mit circa 25 Euro pro Quadratmeter zudem recht günstig umzusetzen. Mit dieser Maßnahme will Mainz den Wildpinklern eine deutliche Botschaft senden: Verpiss dich!