Kampf gegen Internetkriminalität ist Schwerpunkt.. (Symbolbild: stock:xchng)

Kampf gegen Internetkriminalität ist Schwerpunkt.. (Symbolbild: stock:xchng)

Innenminister Roger Lewentz hat den Kampf gegen jegliche Form der Internetkriminalität als Schwerpunkt der rheinland-pfälzischen Polizei bezeichnet. „So wie wir alle die digitale Welt täglich für uns nutzen, wird auch kaum eine Straftat mehr ohne neue Medien begangen. Die Entwicklung der neuen Medien hat damit die Arbeit der Verbrechensbekämpfung elementar verändert“, sagte Lewentz am Freitag in Mainz. Neben der Cybercrime im engeren Sinne – wie etwa der Datenveränderung oder der Computersabotage – haben sich klassische Straftaten, die früher ausschließlich in der realen Welt begangen worden sind, zunehmend in die virtuelle Welt verlagert.

Qualifikation der Beamten für Kampf gegen Internetkriminalität

„Durch spezielle eigene Aus- und Fortbildung, aber auch durch die Kooperationen mit den Hochschulen Albstadt-Sigmaringen und Worms werden immer mehr Polizistinnen und Polizisten für den Kampf gegen Computer- und Internetkriminalität fit gemacht. Ich bin außerdem sehr froh, dass wir im vergangenen Jahr sechs und in diesem Jahr fünf zusätzliche Stellen für Cyberanalysten bei der Polizei schaffen konnten“, betonte Lewentz.

Die Polizei sei beim Thema Internetkriminalität gut aufgestellt. Wegen der durch Neue Medien gestiegenen Herausforderungen für die Verbrechensbekämpfung, sind beim Landeskriminalamt eigenständige Dezernate für die Bereiche „Cybercrime“ und „Telekommunikationsüberwachung / forensische IUK“ eingerichtet worden. Zudem verfügen in den fünf rheinland-pfälzischen Polizeipräsidien die zentralen Kriminalinspektionen seit 2012 über ein Kommissariat „IUK-Forensik / Technische Ermittlungsunterstützung“. Damit sind auch in den Regionen vor Ort wichtige Weichenstellungen erfolgt, um dem Phänomen zu begegnen.

Landeszentralstelle Cybercrime

„Besonders beim Thema Kriminalität im Internet arbeiten Polizei und Justiz sehr eng zusammen“, sagte Minister Lewentz. Ein Beispiel dafür sei ein zwischen LKA und der Landeszentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz abgestimmtes Ermittlungskonzept beim Phänomen „Cybergrooming“. Darunter wird das gezielte Ansprechen von Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte bezeichnet. Für die Ermittlungen meldet sich eine virtuell ermittelnde Polizeibeamtin als vermeintliches Kind in einem Chatportal und wartet auf die Reaktion potentieller Straftäter. „Unsere Ermittlungen belegen, dass wir von einem beträchtlichen Dunkelfeld ausgehen müssen. Es liegt auf der Hand, dass wir unsere Recherchen noch deutlicher in die digitale Welt verlagern müssen“, fasst LKA-Präsident Johannes Kunz die bisherigen Erkenntnisse zusammen.

Quelle: LKA Mainz