Versuchen Einbrecher, sich als Prüfer von Rauchmeldern Zugang zu Häusern zu verschaffen.

Versuchen Einbrecher, sich als Prüfer von Rauchmeldern Zugang zu Häusern zu verschaffen.

Aus Norddeutschland schwappt eine neue Masche von Einbrechern nach Süden. Auch in Nordhessen wurde die Masche nun gemeldet. Ein Kettenbrief, der über WhatsApp oder Soziale Medien verbreitet wird, teilt den Empfängern mit dass Mitarbeiter einer Institution vorbei kämen, um die vorschriftsmäßige Anbringung von Rauchmeldern zu prüfen.

Die Polizei Nordhessen informiert dazu, dass weder Polizei, noch Feuerwehr oder andere Behörden Rauchmelder überprüfen. Die Polizei in Nordhessen bekommt seit Montag viele Telefonanrufe und Anfragen von besorgten Bürgerinnen und Bürger, die über die sozialen Netzwerke und Nachrichtendienste die Information erhalten haben, dass eine organisierte Bande unterwegs sei, die unter dem Vorwand, die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder überprüfen zu wollen, in Wohnungen und Häuser gelangen wollen, um arglose Opfer zu bestehlen. Dabei handelt es sich offenbar um einen Kettenbrief, zumindest geht keine genaue Örtlichkeit daraus hervor.

Bisher nur Hören-Sagen

Der Polizei in Nordhessen liegen aktuell keine Strafanzeigen vor, die diese Information bestätigen. Auch gibt es keine konkreten Hinweise von Zeugen, die tatsächlich verdächtige Personen gesehen haben und beschreiben können. Die Hinweise, die die Polizei bislang erreicht haben, beziehen sich nur auf das Hören-Sagen.

Auch wenn die Nachricht möglicherweise eine gut gemeinte Präventionsinitiative ist und die Bevölkerung sensibilisiert und zu richtigem Verhalten anweist, niemand rein zu lassen und die Polizei zu verständigen, sorgt sie auch für eine Verunsicherung in der Bevölkerung, die mit Fakten aktuell nicht zu belegen ist.

Losgelöst von den gesetzlichen Vorschriften der Hessischen Bauordnung über die Rauchmelderpflicht, überprüfen Polizei, Feuerwehr und andere Behörden nicht die tatsächliche Installation. Für den Einbau und die Überprüfung sind die Eigentümer selbst verantwortlich.

In Norddeutschland sind die Hinweise konkreter

Wie die Seite www.feuerwehr.de meldet, wurden in Noerddeutschland Personen vor allem über den Nachrichtendienst WhatsApp kontaktiert und ihnen der Besuch besagter „Prüfer“ angekündigt. Die dortige Polizei sieht darin Vorbereitungshandlungen für Einbruchsdelikte.

Die Polizei in Mainz hat auf Anfrage von Wir-in-Rheinhessen bisher keinerlei Verdachtsfälle dieser Art gemeldet bekommen. Allerdings meldet der SWR erste Vorfälle in Rheinland-Pfalz. Grundsätzlich aber gilt, dass die Installation von Rauchmeldern in privaten Haushalten von niemandem überprüft wird.