Innenminister Roger Lewentz

Innenminister Roger Lewentz

Innenminister Roger Lewentz hat den hohen Stellenwert von Dorferneuerungs-Programmen für die positive Entwicklung im ländlichen Raum hervorgehoben. „Die Dorferneuerung ist der Motor für die Innenentwicklung unser Dörfer und die Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze, insbesondere in den strukturschwachen ländlichen Räumen“, sagte Lewentz. Die Bürgerinnen und Bürger engagieren sich stark für die Entwicklung ihrer Dörfer. 158 öffentliche und über 900 private Maßnahmen seien im Programmjahr 2015 durch die Dorferneuerung unterstützt worden. Mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von rund 17 Millionen Euro seien Investitionen in Höhe von etwa 82 Millionen Euro ausgelöst worden.

Förderung hat hohe volkswirtschaftliche Bedeutung

„Die Förderung der Dorferneuerung hat eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung“, betonte Lewentz. Darüber hinaus trage die Dorferneuerung den Herausforderungen des demografischen Wandels in besonderem Maße Rechnung. Jeder öffentliche Förder-Euro löst bis zu sieben Euro an Folgeinvestitionen aus. Durch die Investitionen im Rahmen der Dorferneuerung würden wohnstättennahe Arbeitsplätze geschaffen und dauerhaft gesichert, erläuterte der Minister. Davon profitierten besonders die heimischen Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe.

Alle Projekte wurden vom Land auf der Grundlage eines Dorferneuerungskonzeptes zur Stärkung der Innenentwicklung der Dörfer gefördert. Bei den vielen privaten Maßnahmen handele es sich um Umnutzungsmaßnahmen leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz, die der Wohnraumschaffung junger Familien im Ortskern dienten.

2015 war ein erfolgreiches Jahr für die Dornerneuerung

Im Programmjahr 2015 sind 21 weitere Gemeinden in Rheinland-Pfalz als Schwerpunktgemeinden in der Dorferneuerung anerkannt worden. „Die Schwerpunktanerkennung ist eine einzigartige Chance zur gezielten Stärkung der Innenentwicklung“, betonte der Minister. Alle Maßnahmen seien auf die Erhaltung beziehungsweise Erneuerung der Ortskerne ausgerichtet. Mit der Schwerpunktanerkennung bestünde die Möglichkeit, nicht nur punktuelle Einzelprojekte, sondern umfassende ganzheitlich angelegte Konzepte zu realisieren. Derzeit profitieren 126 Dörfer von einer Schwerpunktanerkennung. Im Fokus der Dorferneuerung stehen Projekte, die eine zukunftsbeständige und nachhaltige Entwicklung der Ortskerne zum Ziel haben. Als beispielhafte Fördermaßnahmen in 2015 nannte Minister Lewentz den neuen dorfgeschichtlichen Rundweg der Ortsgemeinde Gabsheim im Landkreis Alzey-Worms, die Neugestaltung der Ortsmitte in der Ortsgemeinde Ottersheim im Landkreis Germersheim sowie der Umbau des ehemaligen Winzerhofes zum Dorfgemeinschaftshaus in der Gemeinde Grafschaft im Ortsteil Lantershofen im Landkreis Ahrweiler.

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Bei dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatten sich im Wettbewerbsjahr 2015 insgesamt 187 Gemeinden beteiligt. „Das zeigt, wie engagiert die Bürgerinnen und Bürger in unseren Dörfern sind, denn ohne aktive Beteiligung der Menschen vor Ort ist auch ein solcher Wettbewerb nicht vorstellbar“, so Roger Lewentz. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sei in besonderem Maße dazu geeignet, die Menschen zu motivieren, Perspektiven für das Dorf und die Region zu entwickeln und nachhaltig zu gestalten. „Von den vielfältigen Effekten gemeinsamer Anstrengungen und Erfolge können letztendlich alle Wettbewerbsteilnehmer profitieren. Schon die Entscheidung am Wettbewerb teilzunehmen, ist ein großer Gewinn für das Dorf“, betonte Lewentz.

Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis Demografiepreis Dorferneuerung ausgelobt. Mit diesem Sonderpreis sollen beispielgebende Initiativen und Projekte prämiert werden, die zur Gestaltung des demografischen Wandels beitragen. Gewinner dieses ausgelobten Sonderpreises ist der Stadtteil Marienthal der Stadt Rockenhausen im Donnersbergkreis. Die beiden Sonderpreise für vorbildliche Initiativen und Maßnahmen zur Stärkung der Innenentwicklung unserer Dörfer gingen in diesem Jahr an die Ortsgemeinden Weyher im Landkreis Südliche Weinstraße (Hauptklasse) und Eppelsheim im Landkreis Alzey-Worms (Sonderklasse).

Neben dem nationalen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde die Ortgemeinde Klingenmünster zur Teilnahme am Europäischen Dorferneuerungspreis 2016 gemeldet. Der alle zwei Jahre stattfindende Dorferneuerungswettbewerb wird von der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung und Landentwicklung ausgeschrieben.

Quelle: Pressemeldung der Ministeriums