Hund "Blacky" wird auf einer speziellen Tierrettungstrage an Bord geholt ...

Hund „Blacky“ wird auf einer speziellen Tierrettungstrage an Bord geholt …

Gleich zweimal musste die Feuerwehr Mainz am Sonntag zum Rettungseinsatz auf den Rhein! In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde die Berufsfeuerwehr Mainz um 1.58 Uhr direkt im Anschluss an einen fünfeinhalb Stunden dauernden Gefahrstoffeinsatz und einen Brandeinsatz auf der Ingelheimer Aue zum Feldbergtor alarmiert. Ein Anwohner hatte angegeben, er hätte gesehen wie seine Frau über die Leitplanke am Rheinufer gestiegen sei. Plötzlich sei sie weg gewesen und er befürchtete, dass sie ins Wasser gefallen und abgetrieben war. Die Örtlichkeit war genau die Stelle, an der am Morgen des 24-Stunden Dienstes der Feuerwehr bereits ein Hund von der Kaimauer abgestürzt war.

Einsatz mit zahlreichen Kräften

Die Feuerwehren von Mainz und Wiesbaden entsandten beide Tauchergruppen, mehrere Rettungs- und Mehrzweckboote, das Feuerlöschboot, sowie Einsatzleit- und Beobachtungsfahrzeuge. Auch der Rettungsdienst, die Polizei und Wasserschutzpolizei waren im Einsatz. Bei der Erkundung vor Ort stellte sich nach einigen Minuten heraus, dass die Frau scheinbar wohlauf war. Sie hatte sich per Telefon gemeldet, wollte jedoch nicht ihren Aufenthaltsort preisgeben. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr beendeten daraufhin den Einsatz. Vermutlich hatte es Streitigkeiten gegeben. Die Polizei ermittelt.

Hund am Ufer des Rheins gerettet

... und dann am Ufer seinem Herrchen übergeben, der ihn zum Tierarzt brachte.

… und dann am Ufer seinem Herrchen übergeben, der ihn zum Tierarzt brachte.

Am Sonntag um ca. 11.00 Uhr war ein mittelgroßer Hund an der Uferpromenade in der Taunusstraße im Stadtteil Neustadt von der Kaimauer gestürzt. Vermutlich war er auf den feuchten Steinplatten ausgerutscht. Er fiel circa vier Meter tief unten auf die Ufersteine. Beim derzeitigen Wasserstand (Pegel Mainz 1,90 m) liegen die Ufersteine frei. Blacky kauerte verletzt am Fuß der Kaimauer und war nicht von seinem Herrchen zu erreichen, ohne dass die Gefahr bestand, dass der Hundehalter in den Fluss stürzen könnte. Der Mann reagierte genau richtig und alarmierte die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr. Ein Dienstboot der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz, ein Einsatzfahrzeug der WSP Hessen und der Einsatzleitwagen, das Mehrzweckboot, sowie das auf Tierrettung spezialisierte Klein-Alarmfahrzeug (KLAF) der Berufsfeuerwehr erreichten kurze Zeit später die Einsatzstelle.

Hund fachgerecht geborgen

Eine spezielle Hunde-Krankentrage wurde an die Kollegen zu Wasser übergeben. Das Mehrzweckboot der Feuerwehr legte mit dem Bug am Ufer an und erreichte das Tier über die speziell für solche Fälle eingebaute Bugklappe. Es bestand der Verdacht, dass es zu einigen Knochenbrüchen bei dem Hund gekommen sei. Die Feuerwehrbeamten retteten den verängstigten Vierbeiner mit der Hundekrankentrage auf das Boot und fuhren ihn zu den Treppen vor der Carponnière am Feldbergtor. Mit vereinten Kräften trugen die Einsatzbeamten den Patienten zum Fahrzeug des Hundehalters. Dieser konnte mit seinem PKW in Schonfahrt die medizinische Hilfe bei einem diensthabenden Tierarzt in Klein-Winternheim aufsuchen und Blacky einer hoffentlich schnellen Genesung zuführen.

Quelle Text & Bild: Feuerwehr Mainz