Dienstag, Juni 2

Enkeltrick-Betrüger nutzen massiven Zeitdruck als neue Masche

Wieder haben Enkeltrick-Betrüger zugeschlagen. (Symbolbild: stock:xchng)
Wieder haben Enkeltrick-Betrüger zugeschlagen. (Symbolbild: stock:xchng)

Am 22. Dezember gegen 13:30 Uhr schlugen Enkeltrick-Betrüger in Mainz erfolgreich zu und das mit einer neuen Strategie. Es rief eine junge, Hochdeutsch sprechende Frau bei einer Seniorin (Mitte 80) in Finthen in der Borngasse, an und spielte das übliche Spiel: „Rate mal, wer ich bin?“

Die Seniorin glaubte eine Nichte zu erkennen und redete mit ihr. Nach kurzer Zeit stellte die junge Frau Geldforderungen und wollte wissen, wie viel Geld sie ihr sofort geben könne. Die alte Dame bot ihr an, was sie in der Wohnung hatte und erfuhr dann, dass sie damit sofort nach draußen gehen und das Geld einem Mann übergeben solle. Die Fintherin schaute nach und tatsächlich stand vor ihrer Tür ein fremder Mann, der das Geld entgegennahm und weg eilte.

Die neue Strategie der Enkeltrick-Betrüger

Neu an diesem Fall ist, dass die organisierten Enkeltrickbetrüger den Opfern gar keine Zeit mehr zum Luftholen lassen. Sonst drängten sie die alten Leute zunächst dazu, erst auf der Bank Geld abzuheben. Doch in diesem Fall fragte die Betrügerin direkt nach vorhandenem Bargeld und anderen Wertgegenständen wie Goldbarren oder ähnlichem und überrumpelte damit die Seniorin total.

Beschreibung des Geld-Abholers:

30 bis 35 Jahre, gepflegt, circa 1,80 Meter, rundliches Gesicht, hochdeutsche Aussprache, normales Aussehen, normale Statur, dunkle, glatte, kurze Haare. Die Polizei sucht Zeugen, die den Mann in der Borngasse zwischen 13:30 und 14:30 Uhr gesehen haben. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Mainz: 06131 – 65 3633

Enkeltrick-Betrüger blieben hier erfolglos

Nicht erfolgreich waren Enkeltrickbetrüger am Vormittag des 22. Dezembers als sie bei einer 69-jährigen Mainzerin anriefen, die aber die Enkeltrickmasche durch die Medien kennt und deshalb das Telefongespräch sofort beendete.

TIPP:

Die Polizei warnt noch einmal vor Telefonbetrügern. Lassen Sie sich nicht auf Geldforderungen ein – egal, ob sie als finanzielle Unterstützung für Verwandte, als Gewinnversprechung mit zuvor anfallenden Gebühren oder als Bußgeld in Folge eines angeblichen Strafverfahrens daherkommen. Rufen sie lieber die Polizei oder die Verbraucherzentrale an und lassen sich beraten.

Quelle: Polizei Mainz

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Prima. es hat geklappt. :-)

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