Das untergegangene Arbeitsboot. Die Feuerwehr pumpt den Dieselkraftstoff ab. (Bild: Andreas Lerg)

Das untergegangene Arbeitsboot. Die Feuerwehr pumpt den Dieselkraftstoff ab. (Bild: Andreas Lerg)

Am Frühen Mittwoch morgen kam es auf dem Rhein bei Nierstein zu einer Schiffshavarie. Nach bisheriger Erkenntnislage stießen zwei Frachtschiffe zusammen, wobei eines Richtung Ufer gedrückt wurde und auf die dortige Fähre „Kornsand“ traf. Die Ersatzfähre des örtlichen Fährbetriebes wurde dabei stark beschädigt, als das Schiff diese Richtung Ufer schob.

Arbeitsboot der Fähre bei Schiffskollision gesunken

Das Arbeitsboot, das hinter der Fähre liegt, wurde dabei ans Ufer und unter Wasser gedrückt. Außerdem ist der Laufsteg, der den Ponton des Anlegers mit dem Ufer verbindet, aus seiner Verankerung gerissen worden. Die Feuerwehr Oppenheim ist derzeit dabei, den Dieselkraftstoff aus den Tanks des Arbeitsbootes abzupumpen, damit der nicht in den Fluss gerät.

Die „kleine“ Fähre fällt aus

Der Schaden soll laut der Allgemeinen Zeitung im sechsstelligen Bereich liegen. Der Ausfall der Fähre Kornsand ist beim derzeitigen Niedrigwasser schlimm, denn die größere Fähre „Landskrone“, mit der der Regelbetrieb gefahren wird, hat einen größeren Tiefgang. Die „Kornsand“ ist flacher und könnte bei Niedrigwasser länger fahren, was vor einigen Wochen schon mal nötig war. Jetzt aber ist dem Fährbetreiber diese Möglichkeit durch die Havarie genommen. Das Wasser ist seit langem sehr niedrig und macht der gesamten Schifffahrt zu schaffen.

UPDATE:

Gegen 11 Uhr begann ein herbei gerufenen Kranschiff mit der Begrung des Arbeitsbootes. Das wurde zunäcst so weit angehoben, dass die Feuerwehr das Wasser abbpumpen konnte. Danach wurde das Arbeitsboot dann gehoben.