Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher. (Symbolbild: stock:xchng)

Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher. (Symbolbild: stock:xchng)

Sie bereiten sich vor und stehen in den Startlöchern, die Einbrecher. Denn am Sonntag werden die Uhren umgestellt auf Winterzeit und damit beginnt die dunkle Jahreszeit. Das ist die Hochsaison für Einbrecher.

Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Wohnungseinbrüche weiterhin aktuelles Thema sind und das Risiko ganzjährig besteht, Opfer eines Einbruchs zu werden. Doch gerade die dunkle Jahreszeit wird von Dieben gnadenlos ausgenutzt für Einbrüche in Wohnungen oder Eigenheime.

In fast der Hälfte der Fälle scheitern die Einbrecher

Doch zunehmend wird es den Dieben schwergemacht, es bleibt beim Versuch. Das belegen auch die jüngsten Zahlen, denn bei 48,2 Prozent aller Einbrüche von Januar bis September scheiterten die Täter. Daran können Sie erkennen, wie wichtig der eigene Einbruchschutz ist. Dazu bietet das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz zusammen mit Experten des Mainzer Polizeipräsidiums konkrete Beratungen an.

Die Polizei berät Sie am Mantelsonntag, den 25. Oktober in der Mainzer Innenstadt zum Thema „Einbruchschutz“. Besuchen Sie unsere Experten zwischen 11 und 17 Uhr am Stand vor der Deutschen Bank in der Ludwigstraße.

Einbrecher sind auf schnelle Beute aus

Kein Licht oder nur schummrig beleuchtete Eingangs- und Terrassenbereiche wirken wie eine Einladung für die Einbrecher. Sie schlagen vor allem dort zu, wo sie schnell und mit geringem Risiko zum Ziel kommen. Die Schwachstellen sind fast überall die gleichen: Meistens kommen die Diebe über die Terrassentür oder durch ein Fenster. Mit einfachem Werkzeug wie einem Schraubenzieher brauchen die Täter nur Sekunden, um sich Zutritt zu verschaffen.

In der Regel haben es die meist überregional agierenden Täter auf schnelles Bargeld, Schmuck und Elektrogeräte, wie zum Beispiel Handys und Tablet-PCs, abgesehen. Diese Dinge sind leicht zu verstauen, unauffällig in einer Tasche oder einem Rucksack abzutransportieren und anschließend leicht zu verwerten.

Wohnungseinbrüche sind schwer aufzuklären

Der Wohnungseinbruchdiebstahl zählt zu den schwer aufklärbaren Delikten. Neben hohen materiellen Schäden und ideellen Verlusten entstehen meist auch psychische Beeinträchtigungen, die die Opfer oftmals im Alltag begleiten.

Doch Sie können durch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarschaft Einbrüche verhindern.

Die wichtigsten Sicherheitstipps der Polizei:

  • Schließen Sie Ihre Eingangstür immer ab.
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren.
  • Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen.
  • Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Achten Sie auf Fremde im Haus, auf dem Nachbargrundstück oder in Ihrer Wohngegend.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.
  • Wer seine Wohnung bei der Rückkehr nach Hause geplündert und womöglich verwüstet vorfindet, sollte sofort die Polizei informieren und bis diese eintrifft, nichts anfassen. Blinder Aufräumaktionismus könnte mögliche Spuren verwischen.
  • Die Konfrontation mit dem/den Täter/n ist aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Ziehen Sie sich still zurück und informieren Sie sofort die Polizei.
  • Legen Sie eine Wertgegenstandsliste an und fotografieren Sie nach Möglichkeit Ihr Eigentum. Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) stellt Ihnen ein Muster für eine Wertgegenstandsliste zur Verfügung. Das Formular dient der vollständigen Erfassung und Beschreibung von Wertgegenständen. Es ist im Falle des Diebstahls oder Abhandenkommens wichtig für die Schadensabwicklung mit der Versicherung und für die Polizei eine Hilfe bei der Fahndung.

Weitere Informationen rund um das Thema Einbruchschutz finden Sie auch im Internet unter: http://www.k-einbruch.de/ und http://www.polizei-beratung.de/