Ersthelfer am Unfallort: Herzdruckmassage bei einem Unfallopfer. (Foto: Köhler, DRK)

Ersthelfer am Unfallort: Herzdruckmassage bei einem Unfallopfer. (Foto: Köhler, DRK)

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 19. bis 26. September 2015 initiieren der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe und die Sportarena IMPULS in Oppenheim gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Nierstein-Oppenheim eine Aktion unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation.“ Am Freitag, 25. September sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die einfachen Maßnahmen der Wiederbelebung in der Oppenheimer Sportarena IMPULS schnell und effektiv zu erlernen. Von 17:00-20:00 Uhr werden Experten der DRK-Rettungswache Oppenheim über das Thema Wiederbelebung informieren. Mit dem Reanimationstraining für Jung und Alt setzen die Rettungsassistenten ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten!

Jeder kann Leben retten

„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt der Leiter der Oppenheimer Rettungswache Patrick Mathes. Lebensrettende Erste Hilfe Maßnahmen sollten deshalb nicht erst ins Bewusstsein rücken oder zum Thema werden, wenn es zum Notfall kommt. Da der letzte Erste Hilfe Kurs in der Regel schon länger zurück liegt, ist es wichtig, das Reanimationswissen aufzufrischen und für den Notfall gewappnet zu sein. Häufig sind es Familienmitglieder, Freunde oder Arbeitskollegen, bei denen Menschen plötzlich zum lebensrettenden Ersthelfer beim plötzlichen Herztod werden.

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich ist alarmierend gering. Dabei sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann nichts falsch machen. Jeder kann es.

Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation

Hier setzt die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützte „Woche der Wiederbelebung“ unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ an. Ziel ist es, das Bewusstsein für lebensrettende Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen, Hemmschwellen abzubauen und über lebensentscheidende Sofortmaßnahmen zu informieren. Dabei steht die sich leicht zu merkende Botschaft der Reanimation im Vordergrund: „PRÜFEN. RUFEN. DRÜCKEN!“. Dabei sollen Ersthelfer zuerst die Atmung des Betroffenen überprüfen. Atmet der bewusstlose Mensch nicht, wird der Notruf über Telefon 112 veranlasst. Danach beginnt der Ersthelfer sofort mit der Herzdruckmassage in der Mitte des Brustkorbes. Diese führt er so lange fort bis professionelle Hilfe eintrifft. Bereits am Telefon wird der Mitarbeiter in der Leitstelle Anweisungen zur Durchführung der Wiederbelebung geben und den Ersthelfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes anleiten.

Gerade beim plötzlichen Herztod kommt dem Laienhelfer eine enorme Bedeutung zu. Häufig könnten Menschen gerettet werden, wenn Ersthelfer sofort mit der Herzdruckmassage begonnen haben. „Wenn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beim Patienten keine Erste-Hilfe Maßnahmen durchgeführt wurden, sinken die Chancen auf ein Überleben drastisch. Daher ist jeder Ersthelfer ein unverzichtbares Element der Überlebenskette und kann vom Rettungsdienst nicht ersetzt werden.“, informiert der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Nierstein-Oppenheim, Jörg Steinheimer weiter. Auch der Geschäftsführer der Sportarena IMPULS in Oppenheim betont die besondere Bedeutung von Laienhelfern in der Wiederbelebung:“Unser Team wird regelmäßig in der Wiederbelebung geschult und um auf dem neuesten Stand zu sein, haben wir vor kurzem auch einen Defibrillator für die Sportarena angeschafft. So können wir schnell und effektiv Hilfe im Notfall leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft.“

Die „Woche der Wiederbelebung“ ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council e. V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie.