Der Rheingraben ist eine Erdbebenzone. (Bildquelle: wikipedia)

Der Rheingraben ist eine Erdbebenzone. (Bildquelle: wikipedia)

Heute um die Mittagszeit hat es im Raum Mainz ein kleineres Erdbeben der Stärke 2,1 auf der Richterskala gegeben. Das Epizentrum lag, wie die Allgemeine Zeitung berichtet, zwischen Mainz-Finthen und Wackernheim. Damit macht die Erdbeben-Region „Kölner Bucht“ mal wieder auf sich aufmerksam.

Was ist die Kölner Bucht?

Als „Kölner Bucht“ wird die Erdbebenzone entlang des Rheingrabens bezeichnet, die sich von Basel bis in die Beneluxländer zieht. Im Gegensatz zu den Stoßkanten zweier Kontinentalplatten entstehen die Erdbeben in der Kölner Bucht anders. Die afrikanische Platte drückt südlich von Italien gegen die eurasische Platte. Dieser Druck wird tief unterirdisch weitergeleitet und resultiert in Zug- und Druckspannungen. Dort wo die Erdkruste dünner und damit schwächer ist, entlädt sich der Druck in Form von Erdbeben. Die Kölner Bucht ist eine solche Zone und sie senkt sich im Laufe der Erdbeben langsam ab.

Öfter kleine Erdbeben

In der Kölner Bucht gibt es durchaus mehrere Kleinbeben im Monat, die aber nicht spürbar sind. Dennoch halten Wissenschaftler es für Möglich, dass Erdbeben bis zu einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala auftreten können, zumal die Region der Kölner Bucht das aktivste Erdbebengebiet Deutschlands ist und die heftigsten Beben aufweist.

Starke Erdbeben ab circa 5,5 auf der Richterskala kommen in etwa alle 200 Jahre vor. Ab Stärke 5 können bei anfälligen Gebäuden schwere, bei robusten Bauwerken kleine bis leichte Schäden entstehen.