Seit Monaten zerstörte Scheiben.

Seit Monaten zerstörte Scheiben.

Die Anfrage an den für Rheinhessen zustänigen Pressesprecher der Bahn, Torsten Sälinger, ist bisher noch unbeantwortet. Deshalb habe ich per E-Mail nachgehakt und die Erkenntnisse bezüglich des schwierigen Austauschs der Scheiben in drei neue Fragen einfließen lassen. Hier also diese Mail.

Sehr geehrter Herr Sälinger.

Anknüpfend an meine Fragen vom 14. Juni – die Antwort steht noch aus – möchte ich aufgrund neuer Erkenntnisse weitere Fragen ergänzen.

Ich habe inzwischen mit einem Glasermeister gesprochen, der sich die defekten Scheiben im Übergang im Oppenheimer Bahnhof einmal angesehen hat. Er wies auf die besondere Schwierigkeit hin, dass die Scheiben nur von außen getauscht werden können. Dazu sei der Aufbau eines Gerüstes oder die Nutzung einer Hebebühne notwendig, was wohl auch die zeitweise Sperrung der Bahnstrecke erfordert.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier: http://www.wir-in-rheinhessen.de/2015/06/19/recherche-protokoll-oppenheimer-bahnhof-teil-2-der-tausch-der-scheiben-wird-teuer/

Kommen wir zu den Fragen.

1. Ist das richtig, dass diese Schwierigkeit besteht und dadurch der Aufwand für den Tausch der defekten Scheiben sehr hoch ist?

2. Gibt es eine Planung für die Reparatur der Scheiben?

3. Gibt es eine Kostenschätzung für die Reparatur der Scheiben und die weiteren nötigen Arbeiten am Bahnhof Oppenheim.

An dieser Stelle abermals der Hinweis, dass auch diese E-Mail im Rahmen des Rechercheprotokolls veröffentlicht wird.

In der Hoffnung auf eine baldige Antwort auf die Fragen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Andreas Lerg

 

Am 14.06.2015 um 11:29 schrieb Andreas Lerg <>:

Guten Tag sehr geehrter Herr Sälinger,

Auf dem Bürgerjournalismus-Portal www.wir-in-rheinhessen.de, dass ich betreibe, habe ich die Tatsache aufgegriffen, dass der Oppenheimer Regionalbahnhof, im Jahr 2011 nach einer Renovierung für 9,2 Millionen Euro neu eingeweiht, nach kaum vier Jahren in einem wahrlich erbärmlichen Zustand ist. Seit monaten zerborstene Scheiben, die nicht ausgetauscht werden. Grafittis und Dreck überall. Aufzüge die nach Asche und nicht selten zusätzlich nach Urin stinken. Unkraut das in Ecken wuchert. Das sind nur die offensichtlichsten Missstände. Den Auftakt-Artikel finden Sie hier:

http://www.wir-in-rheinhessen.de/2015/06/11/keine-visitenkarten-fuer-die-stadt-oppenheim/

Da es für den nächsten Artikel darum geht, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten darzustellen, die nachfolgenden Fragen:

1. Wer ist für die Pflege und Instandhaltung der rheinhessischen Regionalbahnhöfe der Deutschen Bahn zuständig?

2. Warum funktioniert diese Pflege und Instandhaltung nicht? Zudem ist Oppenheim ja nicht das einzige Beispiel für den Misstand.

3. Wann ist damit zu rechnen, dass der Bahnhof wieder in einen erträglichen Zustand gesetzt und in diesem gehalten wird?

4. Sorgt die Verwahrlosung des Bahnhofes nicht dazu, dass die investierten 9,2 Millionen Euro „entwertet“ werden und statt dessen neue Kosten auflaufen, wenn der Bahnhof weiter in diesem sich verschliemmernden Zustand belassen wird?

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass diese Anfrage als transparentes Recherche-Protokoll auf www.wir-in-rheinhessen.de veröffentlicht wird.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Lerg