Aufzüge, die, wenn man Glück hat, nur nach Asche und kaltem Rauch und nicht auch noch nach Urin stinken.

Aufzüge, die, wenn man Glück hat, nur nach Asche und kaltem Rauch und nicht auch noch nach Urin stinken.

Wie im Artikel „(K)eine Visitenkarte für die Stadt Oppenheim“ versprochen, soll das Thema über den erbärmlichen Zustand des Oppenheimer Bahnhofes weiter verfolgt werden, um Fragen zu klären, wer zuständig ist und wann der Oppenheimer Bahnhof wieder auf Fordermann gebracht wird.

Wir wollen Euch an dieser Recherche-Arbeit teilhaben lassen. Deshalb soll in diesen Recherche-Protokollen die Arbeit am Thema transparent gemacht werden. Hier also das erste Protokoll. Heute ging eine E-Mail an Torsten Sälinger, den für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständogen Pressesprecher der Deutschen Bahn, raus. Diese E-Mail hier im Original.

Guten Tag sehr geehrter Herr Sälinger,

Auf dem Bürgerjournalismus-Portal www.wir-in-rheinhessen.de, dass ich betreibe, habe ich die Tatsache aufgegriffen, dass der Oppenheimer Regionalbahnhof, im Jahr 2011 nach einer Renovierung für 9,2 Millionen Euro neu eingeweiht, nach kaum vier Jahren in einem wahrlich erbärmlichen Zustand ist. Seit monaten zerborstene Scheiben, die nicht ausgetauscht werden. Grafittis und Dreck überall. Aufzüge die nach Asche und nicht selten zusätzlich nach Urin stinken. Unkraut das in Ecken wuchert. Das sind nur die offensichtlichsten Missstände. Den Auftakt-Artikel finden Sie hier:

http://www.wir-in-rheinhessen.de/2015/06/11/keine-visitenkarten-fuer-die-stadt-oppenheim/

Da es für den nächsten Artikel darum geht, Zustündigkeiten und Verantwortlichkeiten darzustellen, die nachfolgenden Fragen:

1. Wer ist für die Pflege und Instandhaltung der rheinhesssichen Regionalbahnhöfe der Deutschen Bahn zuständig?
2. Warum funktioniert diese Pflege und Instandhaltung nicht? Zudem ist Oppenheim ja nicht das einzige Beispiel für den Misstand.
3. Wann ist damit zu rechnen, dass der Bahnhof wieder in einen erträglichen Zustand gesetzt und in diesem gehalten wird?
4. Sorgt die Verwahrlosung des Bahnhofes nicht dazu, dass die investierten 9,2 Millionen Euro „entwertet“ werden und statt dessen neue Kosten auflaufen, wenn der Bahnhof weiter in diesem sich verschlimmernden Zustand belassen wird?

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass diese Anfrage als transparentes Recherche-Protokoll auf www.wir-in-rheinhessen.de veröffentlicht wird.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Lerg

Habt Ihr Anregungen zum Thema? Habt Ihr selbst Fragen? Gibt es auch bei Euch Bahnhöfe oder andere öffentliche Einrichtungen, die in schlechtem Zustand sind? Dann schreibt an: redaktion@wir-in-rheinhessen.de

UPDATE 1: Pressemeldung der Deutschen Bahn anlässlich der Wiedereröffnung am 14. März 2011

Presseinformation

9,3 Millionen Euro in den Bahnhof Oppenheim investiert

Modern gestaltete und barrierefreie Verkehrsstation wurde eröffnet

(Oppenheim, Frankfurt am Main, Kaiserslautern, 14. März 2011) Heute weihten Staatsminister Hendrik Hering, der Oppenheimer Stadtbürgermeister Marcus Held, Susanne Kosinsky, Leiterin des Regionalbereichs Mitte von DB Station und Service und Verbandsvorsteher Dr. Winfried Hirschberger vom Zweckverband Schienenpersonen-nahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd), den modernisierten Bahnhof Oppenheim ein. In die Modernisierung, den behindertengerechten Ausbau und in das städtebauliche Umfeld wurden rund 9,3 Millionen Euro investiert.

Zum behindertengerechten Ausbau gehörte der Neubau einer Fußgängerbrücke, die mit den Bahnsteigen nicht nur über Treppen sondern auch über Aufzüge verbunden ist. Anstelle des alten Mittelbahnsteigs wurde auf der Ostseite ein neuer Außenbahnsteig mit einer Höhe von 76 cm über Schienenoberkante errichtet. Der alte Bahnsteig am Empfangsgebäude wurde auf die gleiche Höhe gebracht, so dass in wenigen Jahren, mit Inbetriebnahme der S-Bahn Rhein-Neckar, stufenfrei ein- und ausgestiegen werden kann. Blindenleitstreifen helfen Sehbehinderten und Blinden bei der Orientierung. Die Bahnsteige erhielten eine neue Ausstattung inklusive Beleuchtung und Lautsprechern. Von außen sind sie über Rampen stufenfrei erreichbar. Die Kombination aus Rampen und Aufzügen zur Fußgängerbrücke ermöglicht nicht nur mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, sondern auch Reisenden mit Kinderwagen, Fahrrädern oder Rollkoffern ein bequemes Erreichen der Züge. Bei einer Bahnsteiglänge von 210 Metern können bis zu drei gekoppelte Triebwagen halten.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt:
Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

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