Dieser Simulator simuliert den Überschlag mit einem LKW. (Bild: Polizei Mainz)

Dieser Simulator simuliert den Überschlag mit einem LKW. (Bild: Polizei Mainz)

Auf dem Parkplatz der Raststätte Wonnegau-Ost an der A61 bei Worms standen die vergangenen drei Tage unter dem Motto „Hat´s geklickt?“. Die Autobahnpolizei Gau-Bickelheim versuchte zusammen mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) Brummi-Fahrer davon zu überzeugen, den Gurt anzulegen. Untersuchungen zur Folge schnallen sich im Gegensatz zu Pkw-Fahrern nur etwas mehr als zwei Drittel an, weil sie sich in ihren großen und relativ langsamen Fahrzeugen in Sicherheit fühlen.

Folgen gefahrlos am eigenen Leib erleben

Was jedoch passiert, wenn ein Lkw umkippt oder mit Wucht auf ein Hindernis auffährt, konnten die Berufskraftfahrer nun am eigenen Leib ausprobieren. Ertappten Gurtmuffeln wurde angeboten, ausnahmsweise mal auf das Bußgeld zu verzichten, wenn sie sich in die Simulatoren des DVR setzen. Insgesamt 105 Lkw-Fahrer wurden von der Polizei angehalten, 94 nahmen das Angebot zum Teil recht widerwillig an. „Was tut man nicht alles, um 30 Euro zu sparen“ so Einer.

Sicherheitsparcours für Brummis

Ganz anders nach dem Sicherheitsparcours, insbesondere nach dem Kopfstand in der echten Lkw-Kabine des Überschlagsimulators: „Das hätte ich nicht gedacht – ab jetzt schnalle ich mich an!“ Ein Brummifahrer war sogar so beeindruckt, dass er kurze Zeit später noch einmal mit einem Kollegen an der Kontrollstelle erschien, um ihm zu zeigen, wie wichtig doch das Anlegen des Sicherheitsgurtes ist.

Auch eine Reisegruppe aus der Schweiz nutzte eine Pause, um sich zu informieren. Sie wunderten sich über das geringe Bußgeld, bei ihnen zu Hause ist ein Verstoß doppelt so teuer.

Quelle: Polizei Mainz