Immer wieder ziehen Betrüger den "Enkeltrick" durch. (Symbolbild: stock:xchng)

Immer wieder ziehen Betrüger den „Enkeltrick“ durch. (Symbolbild: stock:xchng)

In Mainz ist eine 88-Jährige Betrügern nicht auf den Leim gegangen. Am Donnerstag, dem 16. April klingelte gegen halb Zwölf das Telefon der alten Dame. „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben 58950 Euro gewonnen“ frohlockte eine angebliche Mitarbeiterin einer bekannten Frauenzeitschrift am anderen Ende der Leitung. Um sich den Gewinn zu sichern, sollte sich die 88-Jährige Mainzerin bei einer Anwaltskanzlei in Hessen melden.

Skepsis war genau richtig

Unter der mitgeteilten Rufnummer meldete sich dann auch ein angeblicher Rechtsanwalt, der den Gewinn bestätigte. Um den Gewinn freizuschalten, sollte die Seniorin nur 1250 Euro als Gebühr per Western Union in die Türkei überweisen. Um seine eigen Seriosität zu unterstreichen, gab der Anwalt gleichzeitig eine Telefonnummer der Bundeszentralbank durch, wo sich die 88-Jährige erkundigen könne, dass alles rechtens sei und der Gewinn zur Auszahlung bereit liege.

Abzocker angezeigt

Die „pfiffige“ Seniorin ging zum Schein auf den „Deal“ ein, führte alle Telefonate und informierte anschließend umgehend die Polizei. Selbstverständlich hat die betagte Dame kein Geld überwiesen. Die Ermittlungen dauern an. Solche Telefonbetrugsmaschen sind sehr beliebt und werden in verschiedensten Varianten abgezogen.

Gerade bei älteren Menschen versuchen es die Betrüger auch gerne mit dem Enkel-Trick. Hier rufte ein vermeintlicher Enkel an, berichtet von einer aktuen Notlage und bittet kurzfristig um eine finanzielle Hilfe. Dabei wird dann meist sehr viel Geld gefordert.