Bleifüße erwischt es völlig zu Recht. (Symbolbild: stock:xchng)

Bleifüße erwischt es völlig zu Recht. (Symbolbild: stock:xchng)

Innenminister Roger Lewentz zieht eine Zwischenbilanz: „Die Präsenz von mehr als 500 Einsatzkräften aus Polizei und Kommunen hat auch in diesem Jahr die erwünschte Wirkung. Der Großteil der Verkehrsteilnehmer hält sich an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen“, sagte Minister Lewentz, der heute Morgen an der Kontrollstelle in Bingen an der L 400 (Höhe Sportanlage) eine Stippvisite machte. Der Aktionstag solle sensibilisieren und ein Signal setzen. Die Polizei werde das ganze Jahr über konsequent und hart gegen Raser vorgehen, so Roger Lewentz weiter.

Geschwindigkeit ist Unfallursache Nummer eins

Bei Unfällen mit schwerwiegenden Folgen ist überhöhte Geschwindigkeit immer noch Unfallursache Nummer eins. In Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr insgesamt 175 (2013: 174) Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben, darunter 83 Personen wegen überhöhter Geschwindigkeit. „Wenn durch den Blitz-Marathon nur ein Unfall vermieden werden kann, dann hat sich das Projekt schon gelohnt“, fügt der Innenminister hinzu.

345 Kontrollstellen Blitzmarathon

In Rheinland-Pfalz wurden in diesem Jahr über 345 Kontrollstellen eingerichtet. „Herauszuheben ist die Beteiligung der Bürger. 2450 Meldungen (2013: 1400) gingen im Vorfeld bei der Polizei ein. Erfreulich ist auch, dass sich über 80 Prozent der Bürgerwünsche mit den geplanten Messstellen der Polizei decken. Dies zeigt uns, dass sich die Menschen mit dem Aktionstag identifizieren“, freute sich der Minister über die Bürgerresonanz. Der Blitz-Marathon endet heute um 24.00 Uhr.

Laut Polizei liegt die Beanstandungsquote erneut unter den üblichen Prozent. „Ausreißer gibt es immer. Meistens ist Unachtsamkeit und Nachlässigkeit der Grund für die Geschwindigkeitsüberschreitung. Verkehrserzieherische Gespräche nach einer Kontrolle bewirken, dass Autofahrer das eigene Fahrverhalten reflektieren können“, sagte Bernd Gemünden, Leiter der Polizeiinspektion Bingen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz ist ein Autofahrer in einer 30er-Zone mit 71 km/h geblitzt worden. Das Polizeipräsidium Mainz meldet eine Überschreitung von 33 km/h in einer 30er-Zone vor einem Kindergarten. Beide Verkehrsteilnehmer müssen mit 2 Punkten, einem Bußgeld von 160 Euro und dem Entzug der Fahrerlaubnis für einen Monat rechnen.

Beanstandungsquoten unter 5 Prozent

Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz lag die Beanstandungsquote bis zum Mittag bei etwa 4,5 Prozent, aus Mainz wurden 4,25 Prozent von 1578 kontrollierten Fahrzeugen, aus Trier 2,6 Prozent von 2500 Fahrzeugen gemeldet. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz verzeichnete eine Beanstandungsquote von etwa 4,9 Prozent der 3098 kontrollierten Fahrzeuge, die Westpfalz kommt bei 3766 Fahrzeugen auf eine Quote von knapp 4,4 Prozent.

Der Blitz-Marathon findet 2015 zum ersten Mal auf EU-Ebene statt. Neben Deutschland nehmen 21 weitere europäische Länder daran teil.

Hinweis: Das landesweite Endergebnis wird am morgigen Freitag gegen 9.30 Uhr mitgeteilt. Regionale Ergebnisse sind bei den Polizeipräsidien zu erfragen. Die Messstellen sind im Internet zu finden: www.blitzmarathon.rlp.de.