Trauernde haben am Tartort Kerzen und Blumen abgelegt.

Trauernde haben am Tartort Kerzen und Blumen abgelegt. (Archivbild: Andreas Lerg)

Die Staatsanwaltschaft Mainz hat bereits am 17. März Anklage zum Landgericht – Schwurgericht – Mainz gegen einen 36-jährigen italienischen Staatsangehörigen wegen Mordes in Tateinheit mit einem Vergehen gegen das Waffengesetz erhoben. In der inzwischen zugestellten Anklageschrift wird dem Angeschuldigten im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:

Wirt heimtückisch getötet

Der Angeschuldigte steht im Verdacht am 29.11.2014 in Nierstein den 51 Jahre alt gewordenen Inhaber der Pizzeria „La Casa“ heimtückisch getötet zu haben.

Der Angeschuldigte soll gegen 23:50 Uhr mit einem Fahrzeug in die Nähe des Restaurants gefahren und nach Verlassen desselben aus einer Entfernung von etwa 6 Metern von der Eingangstüre des Restaurants mit einer halbautomatischen Pistole „Czeska 75“ oder einem systemgleichen Waffenmodell des Kalibers „9 mm Luger“ insgesamt 15 Schüsse auf den Eingangsbereich der Gaststätte abgegeben haben, um den Gastwirt zu töten. Der Angeschuldigte besitzt keine waffenrechtliche Erlaubnis. Die Tatwaffe konnte bislang nicht aufgefunden werden.

Von einem der Schüsse wurde der Inhaber der Restaurants, der sich alleine in der Pizzeria befand und sich im Thekenbereich aufhielt, ins Herz getroffen. Er verstarb unmittelbar.

Monatelanger Konflikt schwelte

Zwischen dem Angeschuldigten und dem Getöteten soll seit mehreren Monaten ein Konflikt geschwelt haben, dessen genauer Hintergrund bislang noch unklar ist. Im Verlauf dieses Konflikts soll der Angeschuldigte wiederholt Geldforderungen gegenüber dem Getöteten erhoben haben. Anhaltspunkte für eine Verabredung des Tatopfers und des Angeschuldigten am Tatabend konnten im Zuge der Ermittlungen nicht gewonnen werden.

Angeschuldigter schweigt

Der Angeschuldigte befindet sich seit seiner Festnahme am 30.11. 2014 in Untersuchungshaft. Der Angeschuldigte hat sich zu den erhobenen Vorwürfen bislang nicht eingelassen.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie aufgrund ihrer Ermittlungen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Verurteilung des Angeschuldigten wahrscheinlicher ist als ein Freispruch. Allein mit der Erhebung der Anklage ist mithin weder ein Schuldspruch noch eine Vorverurteilung des Betroffenen verbunden. Das Landgericht Mainz hat über die Eröffnung des Hauptverfahrens bisher nicht entschieden. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht daher noch nicht fest. Anfragen zum weiteren gerichtlichen Verfahren bitte ich zu gegebener Zeit an die Pressestelle des Landgerichts Mainz zu richten.

Quelle: Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Mainz