Vollsperrung der Schiersteiner-Brücke vielleicht auf Dauer?

Vollsperrung der Schiersteiner-Brücke vielleicht auf Dauer?

Die Schiersteiner Brücke im Zuge der A 643 kann voraussichtlich ab Ende März wieder für den Pkw-Verkehr geöffnet werden. Bis dahin werden nach derzeitigem Stand die Reparaturarbeiten an der beschädigten Vorlandbrücke auf der Mainzer Seite andauern. „Nach den Planungen der Experten könnte somit vor Ostern wieder der Pkw-Verkehr über die A 643 rollen und dadurch Mainzer Ring und Weisenauer Brücke entlastet werden“, so Infrastrukturminister Roger Lewentz.

Anschlusstelle Mainz-Mombach ist bereits wieder offen

Aus Richtung Mainz ist die A 643 seit Montag, 16. Februar, wieder bis zur Anschlussstelle Mainz-Mombach befahrbar. Die Sperrung ab dem Autobahndreieck Mainz sowie die Sperrung der Anschlussstelle Gonsenheim und die Sperrung von Teilbereichen der Anschlussstelle Mainz-Mombach wurde aufgehoben. Der Schwerverkehr in das Industriegebiet Mombach muss daher nicht mehr durch die Stadt Mainz geführt werden.

Hierfür wurde ein Ast der Anschlussstelle Mombach am Montagnachmittag in Richtung und Gegenrichtung geöffnet, die Rampe wurde entsprechend ummarkiert. Ab dem Kreisel in Mombach ist es damit möglich, über die bisherige Abfahrtrampe auf die A 643 in Fahrtrichtung Bingen aufzufahren.

Schäden an der Vorlandbrücke der Schiersteiner Brücke

Die Schiersteiner Brücke ist seit Dienstag, 10. Februar 2015, 22 Uhr, voll gesperrt. Grund hierfür sind massive Schäden an der Vorlandbrücke auf der Mainzer Seite, die sich unmittelbar an die Schiersteiner Brücke anschließt. Ein Brückenpfeiler der Vorlandbrücke hatte sich bei Bauarbeiten verschoben. Als Folge der Verschiebung hat sich die Brücke um bis zu 30 Zentimeter abgesenkt. Die Untersuchungen zur genauen Ursache sind noch nicht abgeschlossen.

Gutachter haben Schäden untersucht

In den vergangenen Tagen haben Bodengutachter, Statiker und Ingenieure den Schaden untersucht und ein Konzept für Sicherungsmaßnahmen geplant und statisch berechnet. Erste Sicherungsmaßnahmen am Lager des beschädigten Pfeilers wurden bereits umgesetzt.

Ziel ist es, den beschädigten Teil des Überbaus mit Betonpfeilern zu unterstützen und ihn mit Hilfe hydraulischer Pressen wieder in die Ursprungslage zu heben. Der beschädigte Pfeiler wird dabei mit einer Hilfskonstruktion entlastet. Diese Arbeiten dauern – einen planmäßigen Ablauf vorausgesetzt – voraussichtlich bis Ende März. Geplant ist dann, die Brücke wieder für den Pkw-Verkehr, Fußgänger und Radfahrer freizugeben.

Der Verkehr wird bis dahin weiter großräumig über die A 60 und die Weisenauer Brücke umgeleitet. Auf der hessischen Seite sind im Zulauf auf den Mainzer Autobahnring die wichtigsten Knotenpunkte mit dynamischen Informationstafeln ausgestattet. Über diese digitalen Anzeigen wird detailliert über Ursache und Umfang einer aufgetretenen Verkehrsstörung informiert und bei Bedarf werden Hinweise auf alternative Verkehrsführungen gegeben.

Aufgrund der Sperrung der A 643 wird der Verkehr in Richtung Mainz ab dem Schiersteiner Kreuz über die A 66 und die A 671 umgeleitet.

Informationen können über www.verkehr.rlp.de, www.lbm.rlp.de, und www.mobil.hessen.de abgerufen werden.

Einen Überblick über die aktuelle Verkehrslage in Mainz zeigt die Seite www.verkehr.rlp.de.

Durch zusätzliche Angebote und Aufstockung der Kapazitäten konnte der Öffentliche Personennahverkehr rund um Mainz und auf den Strecken von Koblenz, Mannheim und Frankfurt ausgeweitet werden. Über die aktuellen Angebote des ÖPNV können sich die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf www.der-takt.de oder auf den Seiten der Verkehrsunternehmen (www.bahn.de, www.vlexx.de, www.mvg-mainz.de) oder den Seiten der Verkehrsverbünde (www.rnn-info.de, www.rmv.de) informieren.

Fährkapazitäten ausgeweitet

Zudem wurden die Fährkapazitäten und Fährzeiten in Bingen und Ingelheim ausgeweitet. In Nierstein wird je nach Bedarf eine Zusatzfähre eingesetzt. Daneben wird in dieser Woche eine zusätzlich Fähre Budenheim – Niederwalluf den Betrieb aufnehmen.

Über das weitere Vorgehen stimmen sich Vertreter des Infrastrukturministerium, des Landesbetriebes Mobilität, der Polizei und der Stadt Mainz in einer Arbeitsgruppe ab.

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