Laurenz Mainz

Das hat der Gastroszene in der Mainzer Neustadt bisher gefehlt: Mit dem „Laurenz“, das am 3. Januar eröffnet wird, finden nun endlich auch Weinliebhaber in dem quirligen Viertel ein neues Zuhause. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Restaurants „Von-Dü“ ist eine Weinbar entstanden, die mit edlen Tropfen, einer kleinen, aber feinen Speisekarte und dem handgemachten schicken Vintageambiente bei Gästen punkten will.

Drei stadtbekannte Gastronomen

Nicht nur Kennern der Mainzer Gastronomiewelt dürften die drei Betreiber keine ganz Unbekannten sein. Christoph Rombach ist ehemaliger Geschäftsführer der „Oma Else“ in der Mainzer Altstadt. Andreas Schnura zeichnete als Betreiber für den „Hafengarten“, den inzwischen schon fast legendären Kulturbiergarten im Mainzer Zollhafen, verantwortlich. Der Dritte im Bunde, Marcus Landenberger, ist der einzige Mainzer Innenstadtwinzer, der in Laufnähe zum neuen Projekt seine Tropfen in einem historischen Gewölbekeller in der Adam-Karrillon-Straße ausbaut. Mit seinen Erzeugnissen fand er mehrfach Erwähnung im Weinführer Gault Millau.

Überwiegend Produkte aus der Region

Auf der Weinkarte finden sich überwiegend Produkte aus Rheinhessen, die vom Betreibertrio sorgfältig ausgewählt wurden. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Weißweinen: So können die Gäste im „Laurenz“ etwa zwischen Riesling, Silvaner oder Grau- und Weißburgunder von den Weingütern Wittmann, Wechsler (beide Westhofen), Kühling-Gillot (Bodenheim) oder Knewitz (Appenheim) wählen. Auch Landenbergers Weine und solche von kleineren Weingütern stehen auf der Karte, die Preise ab 3,50 Euro für das 0,2-Liter-Glas ausweist.

Die wöchentlich wechselnde Speisekarte im „Laurenz“ ist bewusst übersichtlich gehalten. Denn der eigene Anspruch des Teams ist es, kreative Gerichte aus regional-saisonalen Zutaten auf den Teller zu bringen. Zum Auftakt können Hungrige Rinderschmorbraten vom Hunsrücker Weiderind mit Kartoffelgratin und Wintergemüse vom Markt, und zum süßen Abschluss einen neu interpretierten Klassiker der deutschen Küche, den Finther Bratapfel probieren.
Viel Mühe haben sich Rombach, Schnura und Landenberger auch mit dem Ambiente gegeben – die Räume des ehemaligen „Von-Dü“, die kaum wiederzuerkennen sind, wurden komplett umgebaut. Auch den Keller des Lokals hat sich das Trio vorgenommen: In gemütlichem Atmosphäre sollen dort künftig kleinere Veranstaltungen und Weinproben stattfinden.