Freilaufender Hund hielt die Polizei in Atem (Symbolbild).

Freilaufender Hund hielt die Polizei in Atem (Symbolbild).

Eine zeitweise Vollsperrung der Bundesautobahn A63 durch die Autobahnpolizei Heidesheim, im dichten Verkehr am Freitagnachmittag, verursachte ein großer Hund. Der war auf der Fahrbahn zwischen Biebelnheim und Alzey unterwegs. Der offensichtlich völlig verängstigte Hund lief orientierungslos zum Teil über beide Richtungsfahrbahnen der Autobahn A63 und stellte dabei eine große Gefahr für sich, aber natürlich auch für alle Verkehrsteilnehmer dar.

Große Gefahr für Hund und Autos

Die Gefahr von schweren Verkehrsunfällen durch Ausweich- und Bremsmanöver ist in solchen Fällen immer gegenwärtig. Erste Versuche den Hund auf der Autobahn einzufangen misslangen und selbst zu den hinzugerufenen Hundebesitzern, welche den Hund drei Tage zuvor aus einem Tierheim holten, fasste das Tier kein Vertrauen. Vielmehr wechselte er ständig die Richtung und ließ sich auch nicht von der Autobahn weglocken.

Verkehrsteilnehmerin half der Polizei

Eine Verkehrsteilnehmerin unterstützte die Polizei, die mittlerweile 10 Einsatzkräfte vor Ort hatte, tatkräftig dabei den Hund einzufangen und sicherte mit ihrem Geländewagen die Situation mehrfach vorbildlich ab. Zu guter Letzt konnte der Hund durch einen Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, der als Mitfahrer auf dem privaten Motorrad eines Motorradpolizisten saß, dem erschöpften Hund nach fast zwei Stunden schonend eine Schlinge um den Hals legen. Ein Tierarzt mit Betäubungsblasrohr musste glücklicherweise nicht mehr tätig werden.

Hund wurde schließlich in Alzey gefangen

Und wäre es nicht so bemerkenswert, bliebe es unerwähnt. „Der Hund wurde im Stadtgebiet Alzey eingefangen!“ Bis dahin hatte er, weit über zehn Kilometer zurückgelegt. Er blieb unverletzt, niemand kam zu Schaden und bis auf einige Behinderungen im dichten Berufsverkehr kam es zu keinen nennenswerten Einschränkungen.