Badenheim, September 2014 –  Die 38. Ausstellung der Galerie unterm Maulbeerbaum geht am Sonntag, dem 14. September 2014 nach drei Monaten zu Ende. Amador Vallina  ist mit seinen großen, eindrucksvoll abstrakten Arbeiten der pure Gegensatz zu dem, was sonst  in der kleinen Galerie im rheinhessischen Badenheim gezeigt wurde. Der Abschluss ist verbunden mit dem Tag des Offenen Denkmals. Die Badenheimer Galerie zeigt an diesem Tag auch ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, in dem von den früheren Bewohnerinnen und Bewohnern interessante farbliche Gestaltungen von Wohnräumen hinterlassen wurden. Ein so genanntes Wohnstallhaus aus dem 18. Jahrhundert gibt es zu besichtigen, und daneben die Möglichkeit, die Ausstellung von Amador Vallina zu letzten Mal in diesem Jahr zu sehen. „Wir haben einen Künstler ausgewählt, bei dem es einfach auch darauf ankommt, neu zu denken und auch das Bekannte ganz anders zu sehen,“ so Dr. Richard Auernheimer, „so wie bei alten Häusern und Gegenständen“.

Zur Seite der Ausstellung "La Naturaleza Muerta - Viva!" von Amador Vallina

Amador Vallina in seiner Ausstellung „La Naturaleza Muerta – Viva!“ in der Galerie unterm Maulbeerbaum in Badenheim / Rheinhessen

Künstler und Galerie wollen das Interesse wecken, an den Zufällen der Erkenntnis zu bleiben, nämlich, dass man Dinge findet und hervorhebt, die so alltäglich sind, dass man sie letztlich gar nicht beachtet, dass man sie gar nicht in die Hand nimmt, oder dass man sie als einfach gegeben annimmt. Das ist, so betont Auernheimer, die Botschaft, die von Amadors Bildern und von seinen Gegenständen und Skulpturen ausgeht. Der Besucher soll entdecken, was man sonst nicht für entdeckenswert hält, und diese Einzelheiten dann  immer wieder neu  finden. Vieles in diesen Bildern habe eine Handschrift oder eine Botschaft, die eben nicht auf Anhieb erkennbar sei. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, vor den Bildern zu  verweilen und ihre Geschichten zu vernehmen.

Es gibt für die Bilder und Objekte Titel. Aber die Titel sind auch Phantasie. „Sie sind ein Geschenk für den Betrachter“. Mit Amador Vallina beginne die Entdeckung der Welt, also ähnlich wie damals Alexander von Humboldt in ganz andere Erdteile gefahren ist, so ist er gewissermaßen ein „See(h )- Fahrer“, ein Entdecker von Dingen, die in anderen „Erdteilen“ sind, in anderen Dimensionen liegen und die wir im Alltag nicht so schnell finden.

Maria-Luise und Richard Auernheimer sind der Meinung, dass eine Ausstellung selten so schön gestaltet wurde wie die in diesem Jahr, so einheitlich, so geschlossen, auch so harmonisch mit der Umgebung. „Denn wir wissen, dass die Umgebung für uns wichtig ist, für Sie auch interessant ist, und dass diese Verbindung von Alt und Neu  dazu gehört und dass darin der Reiz liegt, den viele hoffentlich spüren werden, wenn sie die Ausstellung besuchen“.

Am Wochenende 13. und 14. September ist die Ausstellung zum letzten Mal geöffnet. Mit dem Tag des Offenen Denkmals von 10:00 bis 18:00 Uhr, Hauptstraße 31, 55576 Badenheim www.galerie-unterm-maulbeerbaum.de
Amador Vallina , 1957 geboren in El Entrego (Asturien, Nordspanien). Anfang der 70er Jahre Emigration nach Deutschland. Nach einer Ausbildung zum Schlosser und Jahren der freien Theaterarbeit wendet sich der Autodidakt ganz der Bildenden Kunst zu. Seit Mai 2011 hat Vallina sein Atelier mit Skulpturengarten in Wörrstadt.
Vallinas Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland (u. a. Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Trier, München), Spanien (u. a. Madrid, Palma de Mallorca), Holland, Frankreich, England und Schottland zu sehen.
Eine umfangreich bebilderte Werkschau, ausführliche Vita und Pressespiegel findet sich in seinem Online-Auftritt www.amador.de
Ausstellungsseite: www.amador-vallina.com/ausstellungen/2014/la-naturaleza-muerta-viva/