Minigolf vor der Römerpassage, Paddeln am Leichhof oder Fechten vor dem Rathaus – der Sportbund Rheinhessen und der Stadtsportverband Mainz haben die Innenstadt unter dem Motto „Sport erleben in Mainz…“ in ein Sport-Mekka verwandelt. Durch ganz Mainz zog sich ein Bandwurm an sportlichen Angeboten, der die Passanten in seinen Bann zog. An vielen Plätzen bildeten sich kleine Trauben und schauten den Sportlern und ihren Attraktionen gespannt zu – oder machten selbst mit. Denn Sportbund und Stadtsportverband wollten nicht nur präsentieren, sondern auch zum Mitmachen anregen und Interesse wecken – mit Erfolg.

Ein Schlag, ein Treffer

Ein Schlag, ein Treffer. So geht das. Mit einem breiten Lächeln steht der siebenjährige Lukas auf der Minigolfbahn und hat sichtlich Spaß. Direkt vor der Römerpassage, mitten in der Innenstadt, hatte sich der Gonsenheimer einen Schläger geschnappt und sein (ungeahntes) Talent unter Beweis gestellt. „Ich habe vorher noch nie Minigolf gespielt“, sagte Lukas. „Es macht aber eine Menge Spaß.“ In den kommenden Wochen wird er seine Eltern mit Sicherheit das eine oder andere Mal überreden, mit ihm auf eine Minigolfanlage zu gehen.

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Paddeln am Leichhof – ein einmaliges Erlebnis. Foto: Sportbund

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Norbert Kramer vom 1. MGC Mainz. „Wir hatten einige Leuten, die stehen geblieben sind und einfach mal probiert haben“, sagte er. „Auf diese Weise konnten wir das Interesse für unseren Sport und unseren Verein wecken“, sprach Kramer von einer „sehr gelungenen Veranstaltung“. Das sah auch Karin Augustin so. Die Ehrenpräsidentin des Sportbundes Rheinhessen bezeichnete die Vielfalt der Vereine und des Sports in Mainz als „absolut eindrucksvoll. Es gibt in Mainz noch viel mehr als Fußball.“ Das Sportangebot in der Stadt entwickle sich immer weiter. „Und das ist absolut toll zu sehen.“

Streetkick-Turnier unterm Regenbogen

Etwas verschwitzt stand Günter Beck auf der Bühne. Kein Wunder. Der Sportdezernent war beim Streetkick-Turnier unterm Regenbogen des Fanprojektes Mainz auf dem Gutenbergplatz angetreten – ein weiteres Highlight an diesem Tag. „Die Vielfalt der Vereine in Mainz so hautnah mitzuerleben, ist einfach eine tolle Sache“, sagte Beck auf der Bühne des Stadtsportverbandes auf dem Jockel-Fuchs-Platz.

Auf der ganz anderen Seite der Innenstadt, auf dem Neubrunnenplatz, hatte Fabienne Most alle Hände voll zu tun. Um die Hockeyspielerin des TSV Schott Mainz wuselten kleine Menschen mit Hockeyschlägern herum und jagten mit Leidenschaft den Bällen hinterher. „Das Interesse ist sehr groß“, sagte Most. „Wir haben schon einige Anmeldungen und Flyer verteilt“, sagte sie und beantwortete schon die nächste Anfrage einer Mutter deren Sohn nach eigener Aussage schon seit Stunden Hockey gespielt hat. „Ich glaube, das ist ein Zeichen“, lächelte sie und packte den Flyer in ihre Tasche.

Heiße Schach-Duelle

Etwas ruhiger, aber mit eine Menge Köpfchen ging es beim Schach zu. Christian Lukas und seine Kollegen von den Schachfreunden Mainz hatten ein paar Bretter mit Figuren aufgebaut und lieferten sich den ganzen Tag über heiße Duelle mit den interessierten Passanten. „Viele haben früher schon einmal gespielt und wollten es wieder probieren. Einige Leute haben sich die Regeln erklären lassen und eine Frau wollte ihren Mann sogar nur kurz hier parken, um in Ruhe einzukaufen“, lächelte Lukas. Auch sie wird die Aktion des Sportbundes Rheinhessen und des Stadtsportverbandes also in guter Erinnerung behalten – ebenso, wie die zahlreichen Passanten, die den Sport in Mainz erlebt haben.