Hundehasser legen Giftköder aus. (Symbolbild: Andreas Lerg)

Hundehasser legen Giftköder aus. (Symbolbild: Andreas Lerg)

Am Montag, dem 12. Mai, wurden in der nordwestlichen Ortslage von Gimbsheim am Feldwegrand sogenannte Giftköder in Form von tischtennisballgroßen Hackfleischbällchen gefunden. Diese Fleischköder sind mit Gift versetzt. Die Polizei geht davon aus, dass der oder die Täter damit vor allem Hunde vergiften wollten. Das ist in Gimbsheim zudem nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits vor einem Jahr geschah ähnliches und vermutlich geschieht es öfter und wird nur nicht immer bemerkt.

Hundebesitzerin beseitigt Gefahr

Glücklicherweise konnten die Köder von einer aufmerksamen Hundebesitzerin aufgelesen werden. Bis jetzt liegen der ermittelnden Kriminalpolizei Worms keine Erkenntnisse vor, dass auch tatsächlich Hunde durch Kontakt mit den Ködern erkrankt sind. Die Kriminalpolizei Worms bittet daher um Mithilfe. Wer kann sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall machen? Mitteilungen während den Bürozeiten an die Umweltabteilung der Kriminalpolizei, Tel. 06241/852-344, oder Tel. 06241/852-0, außerhalb der Bürozeiten.

Giftköder sind juristische Grauzone

Das Auslegen von Giftködern selbst ist noch keine Straftat, denn der Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes kennt keinen Tötungsversuch – also die gescheiterte Tötung eines Tieres. Leider muss erst ein Tier an dem Gift verenden, damit der Täter dann eine tatsächliche Tötung begangen hat und somit wegen einer Straftat zur Rechenschaft gezogen werden kann. Deshalb ist das Auslegen von Giftködern eher eine juristische Grauzone.