Im rheinhessischen Nieder-Olm lebt Mark Lanvall (Künstlername) mit seiner Frau und seiner Tochter. Der gebürtige Bayer und studierte Diplom-Journalist arbeitet beim Fernsehen und macht dort vor allem Nachrichten. Er bringt also die Realität und aktuelles Geschehen rund um den Globus auf den Bildschirm und in die heimischen Wohnzimmer.

Das schreiben von Texten lässt ihn auch in der Freizeit nicht los und so ging er eines Tages daran, sein erstes Buch zu schreiben. Allerdings stand diesmal Fiktion und Fantasy im Fokus.

Und er wählte sich ein Pseudonym als Autorennamen, unter dem er publiziert. So ist Ende 2013 der erster Fantasy-Thriller von „Mark Lanvall“ erschienen.  Das Buch nennt sich „Lichtsturm: Die weiße Festung„. Hier zunächst einmal der Klappentext des Buches:

Lichtsturm: Die weiße Festung

Lichtsturm: Die weiße Festung


„Ein fantastischer Roman voller Spannung, Mystik und Wärme: „Lichtsturm – Die weiße Festung“ ist eine Geschichte über ein geheimnisvolles Volk, über magische Kräfte und einen erbitterten Kampf. Es verbindet klassische Fantasy-Elemente mit denen des Thrillers und des historischen Romans. Nichts, was in eine eindeutige Schublade passt. 

„Lichtsturm“ erzählt die Geschichte des Keltenhäuptlings Kellen, den die Albin Larinil vor dem Tod rettet und mit in ihre wundervolle, aber auch erbarmungslose Welt nimmt. Zwischen den Mauern einer gewaltigen Bergfestung muss Kellen entscheiden, welchen Platz er im brutalen Spiel uralter Mächte einnimmt.

Und es ist die Geschichte von Ben, einem gescheiterten Adelsspross, den die dramatischen Ereignisse der alten Zeit in der Gegenwart einholen. Sein verkorkstes Leben endet, als Ben aufhört, ein Mensch zu sein. Gejagt von einem Unbekannten macht er sich auf die Suche nach Antworten.

Zwei Jahrtausende trennen die beiden Männer. Und erst am Ende einer Kette von Ereignissen offenbart sich, wie ihr Schicksal miteinander verknüpft ist.“

Wir in Rheinhessen hat sich mit Mark Lanvall beziehungsweise Mark Hugo über das Buch und seinen Start als Autor unterhalten.

Was verschlägt einen Bayern nach Rheinhessen?

Der Job. Nach 14 Jahren sind wir als Rheinhessen mit bayerischem Migrationshintergrund aber voll integriert. Meine Tochter ist in Mainz geboren und ich bin sogar Pressewart im Sportverein. Nur meine Frau fränkelt noch immer etwas.

Im Beruf als Fernsehjournalist eher den Fakten und Nachrichten verschrieben und dann ein Fantasy-Roman. Wie kommts?

Der Gegensatz macht ja gerade Spaß. Im Beruf muss ich sachlich sein. Beim Fantasieren kann ich flunkern, dass sich die Balken biegen. Das ist ein großartiger Ausgleichssport. Allerdings glaube ich, dass Nachrichten und Geschichten auch etwas gemeinsam haben: Sie sollten geradlinig und nachvollziehbar sein. So weit auseinander ist das also gar nicht.

Wie entstand die konkrete Idee für das Buch und wie die Geschichte?

Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf und entdecken beim Zähneputzen, dass sie plötzlich strahlend helle Augen und spitze Elfenohren haben. Diese Idee kam mir vor ein paar Jahren im Wohnmobil in Schweden. Wahrscheinlich hat mich die mystische Landschaft dort in Fantasy-Laune versetzt. Bis zum Ende des Urlaubs war aus der Idee eine Geschichte geworden, aus der ich schließlich den »Lichtsturm« gemacht habe. Mit Schweden hat das Buch aber trotzdem nichts zu tun.

Hat auch Rheinhessen in dem Fantasy-Roman Spuren hinterlassen?

»Lichtsturm« spielt zwar nicht in Rheinhessen. Vielleicht gibt es trotzdem ein paar Spuren. Es heißt ja, dass einen das eigene Umfeld bei allem, was man tut, beeinflusst. Die Schauplätze der Handlung in der Antike und der Gegenwart befinden sich aber meistens in oder rund um die Alpen. Da gibt es zum Beispiel die imposante Bergfestung Galandwyn, in der sich die Alben vor ihren Erzfeinden verbergen. Der Fortsetzungsroman wird aber zumindest zum Teil in Rheinhessen spielen. So viel ist schon sicher.

Ist das Fantasy-Genre nicht langsam „durch“? Wie kann man in diesem Markt noch erfolgreich sein?

Mark Lanvall

Mark Lanvall

Fantasy wird nie aussterben. Wie sonst kann man in verrückte und eigentlich unvorstellbare Welten abtauchen? Mit dem tausendsten Kopierversuch von „Herr der Ringe“ ist aber vermutlich kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Das ist sicher wahr. Aber es spricht ja auch nichts dagegen, sich mal was Neues einfallen zu lassen. „Lichtsturm – Die weiße Festung“ ist ein Mix aus Fantasy, Thriller und einer Prise historischem Roman. Das funktioniert offenbar ganz gut. Meine Kurzgeschichte „Currywurst und Kerzenlicht“, ein Lichtsturm-Ableger, ist sogar bis in die Top Ten der kostenlosen Fantasy-eBooks bei Amazon vorgestoßen. Und das, obwohl sie eigentlich nur ein kleiner Marketing-Gag zum Valentinstag sein sollte.

Ist das Bücher schreiben nur ein Hobby oder gibt es ehrgeizige Pläne als Buchautor? Woran schreibt Mark Lanvall zur Zeit?

Der „Lichtsturm“ als Super-Bestseller? Klar, der Gedanke hat was, gehört aber realistischerweise in die Welt der Träume. Meine Vorstellung von Erfolg ist deshalb bescheidener: Ich will, dass die Lichtsturm-Leser ein paar spannende Stunden haben und mich auch dann noch leiden können, wenn sie mit dem Buch durch sind. Das scheint zu klappen. Jedenfalls sprechen ein paar tolle Lesermeinungen und Kritiken dafür. Und deshalb schreibe ich unter Hochdruck am zweiten Teil – in meiner Freizeit.

Das Buch Lichtsturm: Die weiße Festung gibt es als eBook für 2,99 Euro

und als Taschenbuch für 9,90 Euro.