Infos zur Umstellung auf SEPA. (Symbolbild: stock:xchng)

Infos zur Umstellung auf SEPA. (Symbolbild: stock:xchng)

Gerade für viele Vereine, die ihr Lastschriftverfahren auf SEPA umstellen müssen, bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Informationen zur SEPA-Umstellung.

PRESSEMELDUNG – Zum 1. Februar 2014 sollten die nationalen Zahlungssysteme für Überweisungen und Lastschriften in fast allen europäischen Ländern enden und auf das einheitliche europäische Zahlungsverkehrsverfahren SEPA umgestellt werden. Wegen der schleppenden SEPA-Umstellung durch Unternehmen und Vereine hat die EU-Kommission Probleme im Zahlungsverkehr befürchtet und die Umstellungsfrist bis zum 1. August 2014 verlängert. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat diese Verschiebung keine Bedeutung, informiert die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Sie können bis zum 31.01.2016 auch weiterhin die alten Kontoangaben nutzen und diese werden kostenfrei umgewandelt. Dennoch ist es ratsam, sich schon jetzt an die neue, international gültige Kontonummer IBAN zu gewöhnen. IBAN steht für „International Bank Account Number“. Die eigene IBAN ist bereits seit einigen Jahren auf dem Kontoauszug zu finden.

Aus „Einzugsermächtig“ wird „SEPA-Lastschrift“

Durch die Umstellung heißen Einzugsermächtigungen künftig SEPA-Lastschrift. Kreditinstitute führen bestehende Einzugsermächtigungen als SEPA-Lastschriftmandate weiter. Daueraufträge stellen sie in der Regel automatisch um. Empfänger von Lastschriften müssen ihre Kunden allerdings darüber informieren, dass sie das Geld zukünftig nach SEPA-Regeln einziehen. „Viele Haushalte haben in der letzten Zeit entsprechende Schreiben von ihren Vertragspartnern erhalten“, informiert Josephine Holzhäuser, Referentin für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale. Sie rät, die gemachten Angaben sorgfältig zu prüfen und das Schreiben bei den übrigen Vertragsunterlagen aufzubewahren. Wird in den Schreiben ein neues schriftliches Mandat für eine Einzugsermächtigung gefordert, sollte man prüfen, ob tatsächlich ein Vertrag mit dem Absender besteht.

Vorsicht vor Trittbrettfahrer in Sachen IBAN und SEPA

Die SEPA-Umstellung hat auch schon Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen, warnt die Verbraucherzentrale. In den letzten Wochen waren vermehrt E-Mails in Umlauf, die mit Hinweis auf die SEPA-Umstellung, Kontodaten von Bankkunden ausspähen oder ihnen ein Schadprogramm unterjubeln wollten. Wer unsicher ist, ob eine E-Mail echt ist, sollte in der Filiale seines Kreditinstitutes nachfragen. Keinesfalls sollten die in der E-Mail aufgeführten Links angeklickt oder Dateianhänge geöffnet werden.

Fragen rund um die SEPA-Umstellung beantworten die Experten der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale. Eine telefonische Beratung ist montags von 9 bis 13 Uhr und mittwochs von 13 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 0900 /1/ 77 80 80 3 möglich. Der Anruf kostet 1,50 Euro pro Minute aus dem Netz der Deutschen Telekom; Preise aus den Mobilfunknetzen und den Netzen anderer Anbieter können abweichen. Mit den Telefongebühren sind die Kosten für die Beratung beglichen.