Heiner Hofmann ist seit 35 Jahren Chorleiter der Harmonie Oppenheim. (Bild: Kerstin Thieme-Jäger)

Heiner Hofmann ist seit 35 Jahren Chorleiter der Harmonie Oppenheim. (Bild: Kerstin Thieme-Jäger)

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, deshalb hatte der Gesangverein Harmonie 1845 Oppenheim seine Mitglieder zur Weihnachtsfeier in den Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Nierstein Oppenheim geladen. Die „Location“ war aus einem besonderen Anlass gewählt, denn es galt ein Jubiläum zu feiern, das auch den Hausherrn und Gastgeber Klaus Penzer zur Sängerschar lockte.

Heiner Hofmann seit 35 Jahren Chorleiter

Heiner Hofmann ist seit nunmehr 35 Jahren der Musikalische Leiter des Gesangvereins und Chorleiter der Harmonie in Takt, wie sich der gemischte Chor mittlerweile nennt. Verbandsgemeindebürgermeister Klaus Penzer hielt daher auch die Laudatio auf Hofmann und schilderte durchaus mit humorvollen Anekdoten dessen Werdegang im Verein aber auch als Leiter der Jugendmusikschule der Verbandsgemeinde. Im kommenden Jahr wird Hofmann dann zum Leiter der Musikschule der neu entstehenden Verbandsgemeinde Rhein-Selz – und das ohne sich wählen lassen zu müssen, scherzte Penzer.

Aus dem Saarland nach Oppenheim

Hofmann wurde 1954 im Saarland geboren, was Klaus Penzer schmunzelnd zu der Frage in die Runde veranlasste: „Wissen Sie, was ein Saarländer Adventskranz ist?“ Und tatsächlich wußte jemand, dass es sich dabei um einen Ring Fleischwurst mit vier Maggifläschen als Kerzen handelt. Mitte der 1970er Jahre verschlug es Heiner Hofmann zum Studium der Musik nach Mainz an die Universität. An sein Studium schloss er das Gesangstudium am Konservatorium in Mainz an.

Seit 1978 Chorleiter der Harmonie Oppenheim

1978 übernahm er die Chorleitung der Harmonie, damals noch ein reiner Männergesangverein. Geprobt wurde damals im Gasthaus Zum Storchen und Heiner Hofmann berichtete auf der Weihnachtsfeier schmunzelnd, dass in den Chorproben Freitagabends nicht nur gesungen wurde: „Oft wurde es schon wieder hell, wenn ich heim gefahren bin!“

Harmonie Oppenheim im Wandel der Zeit

Unter Hofmanns Leitung erlebte die Harmonie 1980 den Wandel zum gemischten Chor und die Hinwendung zu modernerem Liedgut. Legendär sind die Auftritte auf den Fastnachtssitzungen des CVO, wo die Sängerinnen und Sänger mit ihrer musikalischen Bühnenshow vom Publikum gefeiert wurden. Zum 150-jährigen Jubiläum im Jahre 1995 führt die Harmonie unter der Leitung von Heiner Hofmann Giacomo Puccinis Messa die Gloria in der Katharinenkirche auf. Das war ein Musikerlebnis der besonderen Art an dem weitere Chöre und ein Orchester mitwirkten. Die Kirche war mit 900 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt. Von 1997 bis 1999 wirkt die Harmonie als Festspielchor bei den Oppenheimer Festspielen mit.

Vom Freundschaftskonzert bis zum Eckensingen

In den letzten drei Jahren veranstaltete die Harmonie im Takt, wie sich der Chor nennt, im Sommer ein Freundschaftssingen in der Emondshalle. Dazu werden immer vier bis fünf weitere Chöre eingeladen und gemeinsam bietet man dem Publikum einen abwechslungsreichen Abend und ein breit gefächertes Spektrum an Chorgesang. Gut besucht sind auch immer die Weihnachtskonzerte, die der Chor alle zwei Jahre in der Bartholomäuskirche in Oppenheim anbietet. Heiner Hofmann und der Chor beginnen dafür meist kurz nach den Sommerferien mit dem Einstudieren neue Lieder und dem Üben bekannter Stücke. Beliebt ist auch das „Eckensingen“. Hier ziehen die Sänger in der Weihnachtszeit oder auch mal im Sommer durch Oppenheim und singen an verschiedenen Ecken einige Lieder aus ihrem Repertoire.

Der Chor schenkte Heiner Hofmann zum 35. Jubiläum einen Gutschein für Eintrittskarten für eine Veranstaltung seiner Wahl. Auch Klaus Penzer überreichte ihm ein Buch von Werner Baum, eine CD auf der unter anderem auch Ulli Becker, Sängerin im Chor zu hören ist. Gemeinsam ließ man das Jahr dann bei gutem Essen gemütlich ausklingen.