Vorsicht vor dem Enkeltrick.

„Rate mal wer hier spricht“ – Vorsicht vor dem Enkeltrick.

Der bei Betrügern beliebte „Enkeltrick“ funktionierte immer seltener – Senioren haben sich vorbildlich verhalten! Beim Enkeltrick rufen die Betrüger ältere Menschen an, geben sich als Enkel oder Neffen in Not aus und bitten mit Drängen auf Eile um Geld, um die angebliche Notlage zu überbrücken. Doch aktuelle Fälle aus Mainz zeigen, das der Enkeltrick immer seltener funktioniert.

Am Donnerstag, dem 14. November um 13:00 Uhr rief die angebliche Tochter bei einer 91-Jährigen Mainzerin an. Die falsche Tochter gab an, bei einem Anwalt in Wiesbaden zu sitzen und dringend Geld für einen Hauskauf zu benötigen.

Nachdem die Seniorin der Anruferin mitteilte, dass sie nicht so viel Geld habe, wurde das Gespräch von der Täterin beendet. Die ältere Dame verständigte ihren Sohn, der die Polizei informierte.

Beim Enkeltrick wird mit Geldnot geködert

Bei einer 85-Jährigen Mainzerin rief der angebliche Neffe an. Dieser wollte ebenfalls Geld für den Kauf einer Wohnung haben. Die ältere Dame roch aber auch hier den Braten, ließ sich auf keine weiteren Verhandlungen ein und brach das Telefonat ab.

So funktioniert der Enkeltrick

Meist beginnen die Telefonate mit Worten wie „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen. Opfer werden meist ältere und allein lebende Senioren. die Anrufer geben sich als Enkel, Nichte/Neffe oder andere Verwandte oder Bekannte aus.

Dann wird meist eine emotionale Geschichte von einer sehr dringenden finanziellen Notlage erzählt und um kurzfristige finanzielle Hilfe gebeten. Der Anrufer sagt dann meist, dass er jemanden schickt, um das Geld zu holen. Manchmal rufen die Täter mehrfach an, um die Opfer unter druck zu setzen.

Schutz vor dem Enkeltrick

Diese Tipps gibt www.polizei-beratung.de zum Schutz vor dem Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.