Friedrich-Ebert-Haus

Friedrich-Ebert-Haus

Zu einem besonderen Jahresabschluss hat die SPD Oppenheim am vergangenen Samstag ihre Mitglieder und Unterstützer eingeladen. Passend zum 150 jährigen Jubiläum der Partei besuchten rund 100 Genossen die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg. Für den Parteivorsitzenden Marcus Held war es wichtig den vielen Helfern und Unterstützern im Bundestagswahlkampf auf diese Art Danke zu sagen.

Seit 1989 gibt es zu Ehren des ersten Reichspräsidenten Friedrich-Ebert die Dauerausstellung in seinem Geburtshaus in der Heidelberger Pfaffengasse. So erinnert die Gedenkstätte auf vielfältige Weise an das Leben und Wirken Friedrich Eberts. Die 2007 komplett neu gestaltete Ausstellung zeichnet unter dem Titel „Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten“ den Weg des sozialdemokratischen Parteiführers bis an die Spitze der ersten Deutschen Demokratie nach. Sein Aufstieg vom Sattlergesellen in das höchste Staatsamt ging in die Geschichte ein. Der Rundgang durch zehn Räume war damit für die Oppenheimer eine Reise zu den Wurzeln der Sozialdemokratie.

Dabei interessierten sich viele Genossen auch für die kleine Wohnung, in der Friedrich Ebert am 4. Februar 1871 geboren wurde. Zeitgetreu sind hier Möbel und Einrichtungsgegenstände, wie beispielsweise der gusseiserne Küchenofen, erhalten. Acht Personen teilten sich Bett und Tisch auf einer Fläche von 46 Quadratmetern. Ein interessantes Detail verriet der Gästeführer. Damals wurde die Miete nach dem Raumvolumen festgelegt. Eine Wohnung mit einer geringen Deckenhöhe, wie die der Familie Ebert, war demnach günstiger. Heute  werden Mieten nach der Fläche festgelegt. Gerade die Älteren der Reisegruppe erinnerten sich bei diesem Anblick an ihre Kindheit. Für den neuen zweiten Vorsitzenden der SPD Oppenheim, Claus Uebel, war die geschichtsträchtige Reise nach Heidelberg sehr interessant. „Jeder Sozialdemokrat sollte einmal hier gewesen sein“, beschreibt Uebel seine Eindrücke. „Friedrich Ebert war ein wichtiger Wegbereiter zur modernen deutschen Demokratie“.

Den Abschluss des Reisetages fanden die Sozialdemokraten bei einem pfälzischen Buffett in Großkarlbach.