Strom wird immer teurer. (Bild: stock:xchng)

Strom wird immer teurer. (Bild: stock:xchng)

Pressemeldung der VZ-RLP vom 13.11.2013 – Seit 15.10.2013 ist sie bekannt: die Höhe der „EEG-Umlage“. Sie ist Bestandteil des Strompreises und in den letzten Jahren stetig gestiegen. Ab dem 01.01.2014 werden daher wieder einige Stromanbieter ihren Strompreis mit der Begründung anheben, dass die enthaltenen Umlagen, wie die EEG-Umlage oder die Netzentgelte, gestiegen sind. Wer es nicht auf eine längere juristische Auseinandersetzung mit seinem Stromanbieter über die Zulässigkeit der Preiserhöhung ankommen lassen will, dem bleibt neben Stromsparen nur die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz berät in allen Beratungsstellen zum Versorgerwechsel.

Strom wird bei sinkenden Beschaffungspreisen immer teurer

„Trotz steigender Strompreise sind rund 40 Prozent der deutschen Haushalte noch immer in der teuren Grundversorgung ihres örtlichen Stromversorgers“, bemängelt Fabien Fehrenbach, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale, die Situation. Der unübersichtliche Markt, die Pleiten von Teldafax und Flexstrom, das Geschäftsgebaren der Billiganbieter und die Tücken der Tarifrechner im Internet schrecken viele Kunden von einem Versorgerwechsel ab. Doch guter Rat muss nicht teuer sein. „Mit unserem Beratungsangebot zum Wechsel des Energieversorgers sorgen wir für mehr Durchblick auf einem intransparenten Markt und bieten Ratsuchenden individuelle Unterstützung“, erklärt Fehrenbach. „Ein Versorgerwechsel zahlt sich in vielen Fällen in barer Münze aus. Wichtig bei der Suche nach einem neuen Anbieter ist es, sich nicht von den undurchsichtigen Vergleichsportalen im Internet blenden zu lassen und ein paar Grundregeln zu beachten.“

Das Beratungsangebot

Die Mitarbeiterinnen in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erklären, wie der Wechsel funktioniert und helfen dabei, bei den Anbietern die Spreu vom Weizen zu trennen. Wer seine letzte Jahresabrechnung für Strom und/oder Gas mitbringt, erhält folgende Beratungsleistungen: Mit einer Internetrecherche ermitteln die Beraterinnen, welche individuellen Einsparungen durch einen Wechsel möglich sind. Dies gilt auch für Stromkunden mit Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen. Auch hier öffnet sich langsam der Markt, so dass ein Wechsel rentabel wird. Dabei empfiehlt die Verbraucherzentrale u.a., Vorauskasse- und Kautionszahlungsmodelle zu vermeiden. Auch die Erfahrungen mit einzelnen Anbietern fließen in die Beratung und die anschließenden Empfehlungen mit ein.

Da viele Verbraucher gar nicht wissen, ob ihr Energieverbrauch hoch oder niedrig und wie groß ihr Energieeinsparpotential ist, werden zusätzlich die Verbrauchsdaten bewertet. Haushalten mit einem überdurchschnittlichen Energieverbrauch wird empfohlen, die kostenlose Energieeinsparberatung der Verbraucherzentrale ergänzend in Anspruch zu nehmen.

Im Anschluss an die Beratung erhalten die Ratsuchenden folgende schriftliche Informationen:

  • einen zweiseitigen Ausdruck mit der Verbrauchsbewertung und einer Auswahl möglicher neuer Anbieter samt Kostenübersicht des verwendeten Tarifrechners
  • ein Faltblatt mit Tipps und Erläuterungen zum Wechselvorgang.

Die Kosten für das Beratungspaket betragen fünf Euro. Terminvereinbarung in einer örtlichen Beratungsstelle der Verbraucherzentrale unter der Rufnummer 06131/28 48 0 ist erforderlich.