Spice Kräutermischung (Bild: Wikipedia)

Polizei warnt vor dem Missbrauch von Kräutermischungen. (Bild: Wikipedia)

Ein Lehrer einer Mainzer Schule teilte der Polizei bereits letzte Woche telefonisch mit, dass am gleichen Morgen gegen neun Uhr ein 17-jähriger Schüler kollabierte und für kurze Zeit sogar bewusstlos war. Er musste in die Notaufnahme eines Krankenhauses eingeliefert werden.

Nach seinen eigenen Angaben hatte der Schüler zuvor eine Kräutermischungen geraucht, vermutlich namens „Diablo“. Die Ermittlungen der Polizei in diesem Fall laufen. Dies ist nicht der erste Fall dieser Art. Oft wird die Polizei aber gar nicht informiert.

Gefährliche Kräutermischungen unter harmlosen Namen verkauft

Kräutermischungen (auch Duftgemisch oder Badezusatz) werden in kleinen Tütchen im Internet oder in sogenannten „Headshops“ angeboten und verkauft. Meist tragen sie vielversprechende Namen – und werden häufig als Droge missbraucht.

Als sogenannte „Legal-Highs“ sind sie zwar keine bekannten und verbotenen Drogen, aber enthalten dafür meist neue und damit auch ungeprüfte psychoaktive Substanzen, deren Wirkungen völlig unberechenbar und daher gefährlich sind.

Keine Gefahrenhinweise auf der Packung

Entsprechend wird beim Inhaltsaufdruck weder Substanz noch Dosierung ausgewiesen. Der Missbrauch von sogenannten Kräutermischungen ist mit großen Gefahren für die Konsumenten verbunden – eben aufgrund des nicht überschaubaren und nicht einschätzbaren Wirkstoffpotentials, der außerdem einem ständigen Wechsel unterliegen kann und nicht kontrolliert wird.
Immer wieder mussten Konsumenten vom Arzt behandelt werden, zum Teil auch wegen lebensgefährlicher Vergiftungen.