Für Nichtbehinderte sind es Selbstverständlichkeiten: Selbst zu bestimmen wann man am Wochenende aufsteht, die Toilette benutzt, einkaufen geht oder spontan Freunde besucht.
In Pflegeheimen werden solche Dinge vom Personal entschieden – unserem Grundgesetz entspricht das nicht! As-sistenz muss nach Umfang und Qualität so gestaltet sein, dass genauso wie bei Nichtbeeinträchtigten die Verfolgung eigener, selbst gesetzter Ziele und Interessen möglich ist.
Dazu gehört eine selbstgewählte Umgebung (Wohnung) mit selbstbestimmtem Tagesablauf. Wesentlich ist auch eine umfassende Teilnahme am Leben der Gemeinschaft, in einer Familie oder Partnerschaft zu leben, einen Beruf auszuüben, Veranstaltungen und Freunde zu besuchen, eben alles, was ein Leben lebenswert macht. Schaut man allein auf die Rechtslage, ist unsere Gesellschaft in Sachen Selbstbestimmung auf einem guten Weg. Die Be-hindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbieten Be-nachteiligung aufgrund von Behinderung und zielen auf selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Das Sozialgesetzbuch IX wurde geschaffen, um „Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen zu fördern.
Doch die gelebte Wirklichkeit sieht ganz anders aus!

Grund ist, dass verschiedene Rehabilitationsträger – also Versicherungen, Arbeitsagentur, Sozialamt – für die Be-lange von Menschen mit Behinderung zuständig sind und Antragsteller sich immer mit mehreren Sachbearbeitern auseinander setzen müssen. Bestes Beispiel ist das Persönliche Budget.Ein trägerübergreifendes pauschales Budget gibt es nur sehr selten, da die Reha-Träger zu wenig zusammenarbeiten. Behindertenverbände beklagen zudem, dass Entscheidungen über Anträge zum Persönliche Budget häufig verzögert bearbeitet werden. Politik und Kostenträger setzen immer noch auf das Heim als erste Wohnform.

Die SHG Mobiltreff Worms möchte Sie zu diesem Vortrag einladen.

Am 24. August 2013 im Caritas Senioren & Pflegezentrum Burkhardhaus, Berggartenstr. 3, 67547 Worms, Beginn ab 14:00 Uhr.

Einige kommunale Politiker haben ihr Kommen bereits zugesagt. Wir möchten die Chance zum direkten Dialog nutzen, um auf unsere Probleme aufmerksam zu machen und hoffen auch auf Ihre Interesse und Teilnahme. Im Anschluss des sicherlich sehr interessanten Vortrags von Frau Dr. Corina Zolle sehen wir einer regen Diskussion mit den Anwesenden entgegen.

Ansprechpartner:

Peter Fellmann,  Adolf-Kolping-Str. 29, 67071 Ludwigshafen
Telefon: 0621 / 67180298
Fax: 0621 / 67180188
Handy: 0176 / 96245892
E-Mail: peter.fellmann@mobil-mit-behinderung.de